Night of the Proms Fanpage

  • Ronan KeatingWeiterer Top Act für Deutschland & Luxembourg
  • Simple MindsTop Act für Deutschland & Luxembourg
  • Chaka KhanTop Act für Belgien & den Niederlanden
  • Natasha BedingfieldFür alle Promsländer bestätigt
  • Stefanie HeinzmannStarke Musik für Deutschland & Luxembourg
  • Tom Chaplin von KEANEBrit Rock für Belgien & den Niederlanden
  • Der Classic Act 2016Streicher Trio für alle Promsländer!
  • Auf Wiedersehen!Robert Groslot nimmt Abschied
  • Zucchero in Schweden@ Anders Hannola
  • Fanpage meets FanpageWhen 2 become 1
  • Absage!Tour USA 2016 gecancelt


Deutschland & Luxembourg 2016

Ronan Keating kommt!

Zum Start in den Monat September haben die Organisatoren der Night of the Proms den letzten Act für die Konzerte in Deutschland und Luxemburg bekanntgeben.

Neben Simple Minds, Natasha Bedingfield, Stefanie Heinzmann und dem klassischen Trio Time For Three, wird Ronan Keating auf der Bühne erwartet. Er stand bereits seit Jahren auf dem Wunschzettel der Promsfans und auch bei den Organisatoren war Ronan Keating im Fokus. Dieses Jahr wird nun aus dem Wunsch Realität und Deutschland und Luxembourg haben ein starkes Line-up. Ob ein Duett mit John Miles oder Stefanie Heinzmann geben wird?

Nach dem großen Erfolg von OMD, wird dieses Jahr die schottische Rockband Simple Minds auf die Promsbühne zurückkehren. Sie werden das Finale bestreiten und den Rock in die Hallen zurückbringen. Nach 14 Jahren dürfen sich die Fans noch einmal oder zum ersten Mal den Promshymnen `Belfast child´ und `Don´t you´ hingeben. Gerade der Song `Belfast child´ gilt als Top 3 Song der Promsgeschichte ever!

Sie ist der Radiodauerbrenner: Natasha Bedingfield! Vor 12 Jahren stürmte sie die europäischen und U.S. Charts mit dem Song `These words´. Es folgten weitere Megahits, die auch bei den Proms sicher angespielt werden. Ob Natasha Bedingfield die Prince Hymne `Purple rain´ ins Programm aufnehmen wird, ist noch nicht bekannt. Sie zelebriert diesen Song auf ihrer aktuellen Tour.

Kein Sternchen, sondern ein gereifter, junger Star mit dem Namen Stefanie Heinzmann gesellt sich zur Promsfamilie. Ein Glücksfall! Sie stammt ursprünglich aus der Raabschmiede und hat seit 2008 eine beeindruckenden Bandbreite an Soul / Pop & Rockhits. Ein wahr gewordener Traum (siehe Wunschkonzerte)!

Stefanie Heinzmann sang bereits viele lieb gewonnenen Promsklassiker aus Belgien/Holland der letzten Jahre. So könnten die Promshöhepunkte `When I see you´ von Macy Gray (2007) und das Finale `Uptown funk´ (2015) aufgeführt werden. Die beeindruckenden Arrangements liegen vor... (siehe mögliche Setlist).

Neben John Miles, dem Chor Fine Fleur und den Backing Vocals `The Pretty Vanillas´ wird das Klassiktrio `Time For Three´ das Programm abrunden. Die drei Herren passen gut zur modernen Night of the Proms.

Zu ihren Darbietungen gehören die Songs `Firework´ von Katy Perry, `Shake it off´ von Taylor Swift oder auch `Little Lion Man´ von Mumford & Son's. Sie erinnern in Ihrem Mash-up stark an den Classic Act von 2008: Igudesman & Joo. Wir freuen uns sehr auf das Ideenreichtum und die Verrücktheit der drei Streicher!

Linktipps: Mögliche SETLIST, FOTOS, LIVE, FACEBOOK, TWITTER, FORUM

Die Night of the Proms D & LUX 2016:

Belgien / Niederlande 2016

Chaka Khan & die Musik von KEANE


In Belgien und den Niederlanden wurde das Programm für die Konzerte in Antwerpen, Hasselt und Rotterdam bekanntgegeben. Funkqueen Chaka Khan, Tom Chaplin von der britischen Band Keane und Natasha Bedingfield werden bei der Night of the Proms 2016 in Belgien und den Niederlanden auf der Bühne stehen.

Mit den drei Künstlern sind die Proms in Antwerpen zurück in der Spur. Nach zwei Jahren eher verhaltener Künstlerverpflichtungen und vielen Experimenten, investiert die Mutter aller Proms wieder in namhafte Künstler und starke Musik:

Chaka Khan ist ein langgehegter Promsfantraum (siehe Wunschkonzerte). Nach dem Sommerhit `Ain´t nobody´ letztes Jahr als Coverversion von Felix Jaehn wird nun der Clubklassiker bei den Proms erschallen und alle Generationen ansprechen. Mit dem Princsong `Feel for you´ und der aus der Ashford & Simpson Schmiede stammende Song `I´m every woman´ erhält die Show zum Schluss den zu erwartenden Höhepunkt. Chaka Khan ist ein Glücksfall für das Konzertjahr 2016, wir wünschen ihr alles Gute bei der Genesung!

Die frühzeitigen Unterschriften gibt den Organisatoren viel Zeit für Kreativität. Diesen Status suchte man in den letzten Jahren vergebens. Wir freuen uns sehr auf die Konzerte in Belgien & den Niederlanden!

Breaking News: Auch Gabriel Rios und Leona Philippo (nur Niederlande) haben für die Beneluxkonzerte zugesagt. Der in Belgien sehr erfolgreiche Puerto Ricaners Gabriel Rios hat eine sehr auffällige Stimme, die er gekonnt wie ein Instrument einsetzt und zusammen mit seinem akustischen Gitarrenspiel sein unverkennbares Markenzeichen bildet.

Linktipps: Mögliche SETLIST, FOTOS, LIVE, FACEBOOK, TWITTER, FORUM

Die Night of the Proms B & NL 2016:

Deutschland 2016

Der Abschied zum 65. Geburtstag


Dirigent Robert Groslot wird nach seinem Abschied in Belgien und Holland im letztem Jahr, nun auch in Deutschland nicht mehr sein Orchester leiten. Er gründete das Orchester Il Novecento im Jahr 1990 und feierte als Künstler und Dirigent große Erfolge mit den weltgrößten Stars wie James Brown, Sting, Art Garfunkel, Joe Cocker und Andrea Bocelli. Wir danken Maestro Grolot für seine außerordentliche Leistung in den letzten Proms Jahrzehnten!

Wir möchten Euch nun mit auf die Reise nehmen und geben Einblick, in seine 28 jährige Schaffensperiode bei der Promsfamilie. Wir zitieren aus dem 2012 veröffentlichtem Buch über die Night of the Proms. Kleine Geschichten von und mit Autor Carl Huybrechts folgen nun im Anschluss. Ihr könnt dieses Buch käuflich im Promsshop in niederländischer Sprache bestellen. Wir danken Wiebke Conrad für die umfangreiche Übersetzung.

1987:

Für die dritte Ausgabe der Night of the Proms in Antwerpen konnten die Veranstalter Jan & Jan ihren ersten Megastar in Antwerpen präsentieren: Art Garfunkel. Es war etwas her das er vor Publikum gespielt hat. Aber was für ein Publikum: 500.000 Menschen waren bei dem legendären Reunion-Konzert von Simon & Garfunkel im Central Park in New York dabei.

Auch Robert stand auf dem Programm. Groslot, 1978 Gewinner des Königin Elisabethwettstreits für Klavier, spielte beim Konzert 1987 einige klassische Stücke und das jazzige `Take Five´ von Dave Brubeck. Robert Groslot: "Ich war nervöser als seinerzeit beim Elisabethwettstreit. Ich habe selbstverständlich noch nie vor so vielen Menschen gespielt und auch noch nicht unter solchen Umständen, da war eine richtige Fußballatmosphäre. Ich fühlte die Nervosität an der ungewöhnlichen Steifheit in meinen Fingern. Normal wärme ich sie auf um Elastizität in die Finger zu kriegen, aber beim ersten Mal klappte das nicht. Es dauerte sicher noch bis zu fünf Minuten nach Beginn meines Auftritts bis ich mit einem angenehmen Gefühl über die Tasten ging. Ich muss zugeben, dass es ein Kulturschock war. Ich habe dann doch etwas Zeit gebraucht um das zu verarbeiten und zu akzeptieren. Ich bin gelernter klassischer Musikant, in erster Linie Pianist und ich verstand nicht von Popmusik! Ich sollte in den kommenden Jahren sehr viel lernen und enddecken. Ich betrachte mich selbst nicht als einen starren Geist, aber kulturell gesehen war ich noch nicht biegsam. In meinen Lebenskreisen wird Popmusik als minderwertig angesehen, als kommerzieller Mist. Etienne Verscheuren etwa, ein Jazzmusiker auf Weltniveau, und ein hervorragender Arrangeur und ehemaliger Dirigent des BRT-Jazzorchesters, hat am Konservatorium in Gent studiert. Als sein Lehrer entdeckte, das Etienne in Jazzcafés spielte um sein Studium bezahlen zu können, wurde er des Konservatoriums verwiesen. Mit anderen Worten: in der klassischen Welt sieht man auf Pop und Rock 'n' Roll herab."

1990:
Die Show in Antwerpen sprang in den Augen der Kenner, da die Qualität derartig einzigartig war, dass der niederländische Spektakelproduzent Bram Van der Wiede das Sportpaleis kontaktierte und rief: "Ich will auch so eine Show bei uns!"

Damals kam Robert Groslot zum Vorscheinen. Robert, der nach seinem Auftritt bei der Night of the Proms als Solist 1987 mit Prommusic in Kontakt geblieben war, hat mittlerweile ein eigenes Orchester zusammen gestellt: Il Novecento!

Robert Groslot: "Zu Beginn der 80er Jahre war ich Pianist beim Flämischen Ballett. In der Periode gab Jeanne Brabants den Direktorstab an Valery Panow
weiter. Mit seiner ersten Produktion Die drei Schwestern, zur Musik von Rachmaninov, gingen wir auch nach Amerika. Seine zweite Produktion war Romeo &
Julia. Das Stück feierte drei Monate später Premiere, aber so kurzfristig ein Orchester zu reservieren ist unmöglich. Die großen Gesellschaften planten alles zwei
Jahre im Voraus. Damals hatte ich mir vorgestellt ein Orchester zusammen zu stellen aus Freunden und Bekannten aus der Musikwelt. Das war eigentliche der Vorläufer von Il Novecento. 1991 wurden meine Pläne definitiv konkretisiert.
"

1991:

Im Konzertjahr 1991 standen neben Randy Crawford und Beverly Craven auch Roger Hodgson nach der Trennung von Supertramp zum ersten Mal auf der Promsbühne. Robert Groslot: " Hier ist ein großer Künstler! Das war für mich eine der ersten künstlerischen Enddeckungen in der Popmusik. Musik wovon ich dachte: das ist gut gemacht, originell und wertvoll."

Die mollige Randy Crawford sang beim mit `Street Life´ und `One Day I'll Fly Away´ die Ziegel vom Dach. "Ihre Stimme ist wie Honig", sagte Vereecke. Randy Crawford hatte es einst am Ende einer Show gewagt, wenn alle Künstler das Publikum grüßen, ins Hinterteil von Robert Groslot zu zwicken. Robert, trotzdem ein Liebhaber, war kurz irritiert. Er fand es ok, aber bitte nur auf Einladung!

Die schöne und schwangere Beverly Craven erfuhr ihren gefühlvollen Hit `Promise Me´ in eine nicht vermuteten neue Dimension, durch die großartige Orchestration von Il Novecento. Auch Roger Hodgson war auf Wolke 7 über die unbekannten Grenzen, wohin Robert und das Orchester seine Musik brachte. `Fool's Overture`, `Dreamer´, `The Logical Song´ und `Give a Little Bit´ hatten noch nie so gut geklungen.


1993:

Die Night of the Proms hat in der internationalen Musikszene eine hohe Reputation erhalten, dass einer der absoluten Weltstars, die Einladung der Proms annahm. So zierte STING das Tourplakat 1993.

Sting wollte den Dirigent vorab treffe, und lud das Trio Groslot/ Van Esbroeck / Vereecke in sein Haus in der Nähe von Stonhange ein. Als sie bei seinem Anwesen ankamen, fielen ihnen sofort die unterschiedlichen Hauttypen auf. Sting hatte es damals schon mit Amazonas-Indianern und es liefen dort mit ziemlicher Sicherheit "zehn rote Brüder" auf dem Grundstück rum; auch das Personal war südamerikanisch.

Was Robert sofort auffiel, war die riesige Musiksammlung von Sting, die nahezu komplett aus klassischer Musik bestand - kaum eine Rock- oder Pop Platte war zu finden.

Während der gemeinsamen Besprechung ergab sich, dass die musikalischen Werke, die Sting für die Show vorsah und wovon die Partituren bereits fertig waren; nicht die wirklichen Megahits waren, die Jan & Jan im Sportpaleis auf der Bühne hören wollten. Dies bereitete ihnen schon etwas Sorge.

Sting lud, als galanter Gastgeber, das belgische Trio zum Dinner ein. Sie gingen gerne drauf ein, obwohl Jan Van Esbroeck es sofort bedauerte, denn außer biologischen Gemüsen aus Stings Gemüsegarten stand noch Fisch auf dem Menü.

Auch Robert erlitt ein kleines Trauma: Er schluckte eine Gräte hinunter, die sechs Wochen in seinem Hals stecken blieb. Robert Groslot: "Es hatte nichts mit Musik zu tun, aber es ist doch sehr lehrreich. Nach sechs Wochen bin ich zu einem Spezialisten gegangen, der mit einer Betäubungsspritze meinen Zungenreflex lahm gelegt hat und mit einer feinen langen Zange die Gräte entfernt hat. Während der Arzt damit beschäftigt war, erzählte er mir, was er so alles im Laufe seiner Karriere alles aus dem Rachen der Patienten herausgefischt hat. Was mir bis heute noch im Kopf geblieben ist, war die aber die medizinische Geschichte von jemand der eine ernsthafte Gräte quer im Hals stecken hatte und die weißen Blutkörperchen dafür gesorgt hatten, dass die Gräte quer durch die Speiseröhre und die Haut nach außen wuch. Das ist doch erwähnenswert, oder?" Eher ein Albtraum vom Maestro.

1994:

Zwischen dem Dirigenten und den amerikanischen Rockern von TOTO klickte es sofort. Laut Proms Veranstalter Jan Van Esbroeck ist es TOTO zu verdanken, dass Robert endlich klar wurde, worum es bei der Night of the Proms eigentlich ging.

Robert Groslot selber sagte 1994: "Nach Roger Hodgson hat Toto definitiv bei mir den Klick verursacht. Auch bei ihren Kompositionen hatte ich das Gefühl: "Verdammt, dass ist eigentlich genauso stark wie die Arbeit von einigen Komponisten." Der Song Africa zum Beispiel ist ziemlich gut. Auch für Toto selbst war die Zusammenarbeit mit unserem Orchester ein Eyeopener. Ich wurde von Steve Lukather, dem Gitarristen und Frontman, auf Anhieb zum "Soul Brother Number One" berufen."

1995:

Andrea Bocelli wurde im Frühling 1995 in Italien zum Star, erst in San Remo, und danach hat er mit `Con Te Partiro´ alle italienischen Herzen erobert. Im westlichen Teil von Europa war er zunächst unbekannt. Jan und Jan buchten ihn für weniger als EUR 1.250 pro Abend. Als er im Oktober in Antwerpen zur ersten Probe erschien, mit einer dunklen Brille, machte er zaghaft Bekanntschaft mit dem Dirigenten und den Musikanten. Die erste Nummer die Bocelli bei der Probe sang war Con Te Partiro.

Robert Groslot: "Nach einigen musikalischen Takten Intro begann er mit einem quasi-flüsternden Parlado. Ich dachte: "Oei! Was ist das hier, das ist nicht
besonders." Ich kannte die Nummer ganz und gar nicht. Dann kam der Refrain. "Robert" sagte ich zu mir selber, "du musst deine Meinung revidieren," Nach weiteren zwei Zeilen war ich ganz und gar hin und weg. Die Stimme, da gibt es keine Worte für
".

John Miles, sein Gitarrist Laurie Wisefield und Keyborder Ollie Marland, die sich aus Gewohnheit immer zynisch zu beinahe jedem Künstler äußerten, außer zu sich selbst, schienen von der Hand Gottes geschlagen. Ihre Kinnladen fielen runter: soviel Schönheit in einer Stimme! Auch Jan Vereecke, der trotz CD und VHS schon Kenner von Bocelli's Möglichkeiten war, haute es förmlich `von den Socken´.

Robert Groslot: "Bocelli hat eine sehr authentische Art zu singen, da ist nichts gekünsteltes dran. Bei klassischen Sängern ist das recht selten, die haben allesamt komplizierte Gesangstechniken die darauf ausgerichtet sind, ein Orchester zu übertönen. Das bringt viele gekünstelte Tonarten hervor, sowie z.B. das anschwellen von Noten, das Anblasen, ein Vibrato, u.s.w.. Andrea Bocelli hat die selbe Kraft in der Stimme wie Pavarotti, aber bei Andrea hört man nicht den klassisch geformten Tenor. Er singt mit einem wunderschönen Legato - das aneinanderreihen von Noten - das von selbst kommt. Er hat nicht nur eine kräftige Stimme, sondern er hat zugleich auch eine liebliche Stimme, Dies ist eine äußerst seltene Kombination. Eigentlich ist er ein Unicum. Selbst Sopran Bernadette Degelin und
Tenor Louis Devos, zwei von Belgiens bekanntesten Namen in der Sängerszene und international ausgezeichnete Künstler kamen zum Zuhören und waren nach eigener Aussage époustouflé (verblüfft).
"

Zwei Jahre später wurden Robert Groslot und Il Novecento gefragt, für eine Tournee mit vierzig Konzerten mit Andrea Bocelli. Da sprechen sie zu Hause immer noch drüber. Das war jeden Abend Gänsehaut. Siebzehn Jahre nach dem er das erste Mal in Antwerpen erschienen ist, sagt Bocelli noch weiterhin, dass die Night of the Proms in der Scheldestadt für ihn ein Sprungbrett für eine beeindruckende internationale Karriere gewesen ist.

1997

Für die deutschen Konzerte hatte Dirk Hohmeyer das Unternehmen Nokia an Land gezogen, und über Kontakte beim ZDF sollte das Konzert in München auch auf einem deutschen öffentlichen Sender zu sehen sein.

Dirk Hohmeyer sorgte zudem dafür, dass Il Novecento zu den Preisträgern bei der Gala der Goldenen Kamera in Berlin im Februar 1997 gehörten. Robert und sein
Orchester bekamen den Preis für ihre Preformance für die Konzertreise der `Nokia Night of the Proms´ 1996. Somit sorgte das Orchester auch selbstverständlich für den musikalischen Teil.

Am Ende, nachdem Joe Cocker die Schlussnummer gesungen hatte, stand Robert Groslot plötzlich zwischen Filmstars wie Arnold Schwarzenegger, Andie MacDowell und Shirley MacLaine. Auch Andrew Lloyd Webber und die damals angesagte Boygroup die Backstreet Boys aus den USA waren auf der Bühne anwesend. Bei dem hervorragenden Dinner, welches auf die Gala folgte, war Jan Vereecke mächtig beeindruckt von Robert Groslots allgemeiner Entwicklung. Zur späteren Stunde kam ein gläserner Wagen mit einer enormen Menge diverser Grappas vorbei. Robert nahm `stillsicher´ dreiviertel davon...

2003

Wir reisten 2003 mit John Miles, Cunnie Williams, David Garrett, Randy Crawford, Florent Pagny und Julie Zenatti im späten Frühling durch la douce France (liebliche Frankreich). Julie Zenatti ist eine der nettesten französischen Sängerin mit einer schönen Stimme, einer tollen Figur und einer interessanten Garderobe. Sie sang bei den Konzerten in Frankreich unteranderem New York, New York. Am Ende der Nummer stand sie grade unter Roberts Erhöhung um ihn zu bewundern. Robert drehte sich zum Publikum um, verbäugte sich tief und guckte direkt in das Dekolleté der Französin. Er probierte sich danach so gut wie möglich zu konzentrieren. Beim nächsten Konzert wiederholte sich die gleiche Szene. Den Tag danach auch. Es begann aufzufallen, dass Robert Groslot New York, New York kontinuierlich ein klitzekleines Bisschen schneller durchführen ließ. Robert darüber: "Es war unvergesslich."

2005

In Antwerpen wollte Jan Verrecke die Show anders als sonst starten, und er ließ aus dem Dunklen heraus Roger Daltrey (The Who) mit `Without Your Love´ eröffnen. Aber das kam nicht so gut wie erhofft. Trotz seines Status, konnte Roger Daltrey das Feuer in der Halle nicht entfachen.

Robert Groslot: "Die meisten Nummern von The Who haben einen negativen Unterton. Sie sind aus Wut und Frustration entstanden. Daltrey strahlte das noch immer aus. Am ersten Abend begann ich bei einer Nummer in einem Moment, wo Roger Daltrey noch einige Worte sagen wollte. Er schimpfte ziemlich heftig gegen mich: "You're supposed to support me (Du solltest mich unterstützen)", mit Nachdruck auf "mich". Ich musste das Orchester stoppen und noch einmal beginnen. Ich habe ihn hinterher in meine Garderobe gebeten und habe ihm gesagt: "Mister Daltrey, hinterher dürfen sie ihrem Ärger kenntlich machen, aber so etwas sagt man nicht auf der Bühne! Ob du recht hast oder nicht." Er hat sich entschuldigt".

2006

In Deutschland wurde der Promstross mit der Unfähigkeit von Mike Oldfield zu kommunizieren konfrontiert. Dieser außergewöhnlich begabte Musiker und Komponist der weltweit enormen Erfolg hatte, schien nicht im Stande zu sein, um auf normale Weise Gedanken mit der Organisation zu wechseln oder selbst auf eine normale Art und Weise einen Applaus in Empfang zu nehmen. Bei der Tour kommunizierte er nur über Robert Groslot. Er gab seine Wünsche und Ärgernisse an den Dirigent, auch wenn es den Geschmack von Tomatensauce betraf. Robert dachte sich einen neuen Namen für Mike Oldfield aus: Major Weird.

2011

Das Orchester erntete auch viel Beifall mit der Aufführungvon Mozarts Requiem in d-Moll, und das Duett Sull'arua aus der Hochzeit des Figaro von Mozart, die bei langen Fragmenten aus Filmen gespielt wurden The King's Speech, Amadeus und The Shawshank Redemption. Für Eric Beurskens und Robert Groslot einer der Höhepunkte von Il Novecento in ihrer zwanzigjährigen Geschichte mit der Night of the Proms. Außenstehende begreifen nicht, was für ein Husarenstück es jeden Abend wieder ist, um das ganze Orchester präzise auf das Timing der Filmausschnitte zu spielen.

Vielen Dank für die beeindruckenden Konzerte. Ein Interview mit Robert Groslot findet Ihr im Bereich:
Interview.

USA 2016

USA 2016 - Tour abgesagt


Ende Juni sollte die zweite Konzerttour der Night of the Proms in den USA starten. Das Line-Up mit Grammy Gewinner Michael Bolton, Country Star Wynonna Judd (The Judds), die 80er Pop Band Wang Chung, die legendäre Stimme der Band Kansas Steve Walsh, Classic Act Fernando Varela und John Miles war verheißungsvoll. Mit großem Bedauern wurde nun die harte Entscheidung für Proms U.S. getroffen. Die Konzerte am Freitag, 24. Juni in Kansas City und am Samstag, den 25. Juni in Dallas werden nicht stattfinden. Gekaufte Tickets werden zurückerstattet.

Um es in der Sprache der Künstler zu sagen: "Sad but true" (En Vogue Proms 2003) oder "Traurig aber wahr" (Johannes Oerding Proms 2015). Weitere Informationen unter folgendem Link: Proms USA.



Benelux & Deutschland 2016

Fanpage meets Fanpage


Hartelijk welkom aan de fans uit België en Nederland die de fansite van Night of the Proms bezoeken. In de herfst van 2016 bieden we een gemeenschappelijke fansite aan in Nederlands, Duits en Engels. Tot dan houdt deze website u op de hoogte van de laatste nieuwtjes. Met de vertaalmachine van Google aan elke zijde kan u de tekst gemakkelijk doen vertalen. Vele plezier!

Wir begrüßen sehr herzlich unsere Freunde der Fanpage aus Belgien und Holland. Bis zur Gestaltung der gemeinsamen Fanseite der Night of the Proms, werden wir die beiden Fanseiten verschmelzen. Ab Herbst 2016 soll eine neue Fanseite in deutscher, niederländischer und englischer Sprache entstehen.

Der Kartenvorverkauf für die Konzerte in Belgien, Niederlande, Luxembourg und Deutschland sind sehr gut gestartet. Als neuer Konzertort wurde die Studentenstadt Hasselt in Belgien am 12. November 2016 neu aufgenommen. Sichert Euch die besten Karten für das Konzerterlebnis in diesem Jahr. Das deutsche Konzert letztes Jahr wurde in München aufgezeichnet und die Erstausstrahlung wird am 26. Mai 2016 um 22:45! Uhr im Bayrischen Fernsehen ausgestrahlt.

Polen & Schweden 2016

Erste Konzerte beendet


In Polen und Schweden wurde im März bereits ein guter klassischer Proms Mix mit den erfahrenen Künstlern Zucchero, Simple Minds und John Miles geboten. Sogar Lisa Stansfield kehrt nach 17 Jahren wieder auf die Promsbühne zurück. Sie sang Ihre beiden Hits `Change´und `All around the world´ und ihren Hit `So be it´ aus dem Jahr 2014. Zucchero zauberte sein bewährtes Programm aus Deutschland 2015 mit der Aufnahme des Liedes `Il volo´. Zum großen Finale gab es den Megahit `Heroes´ von David Bowie. Frischen Schwung brachten die Lokalhelden Jil Johnson für Schweden und Blue Cafe für Polen und sogar die `Sta Wars´ Filmmusik wurde angestimmt. Fotos und die Setlist aus Polen sind nun in der CHRONIC 2016 POLEN eingepflegt. 2017 wird es zwei Konzerte in Polen geben. Die Überarbeitung der Setlist für Schweden folgt zum Osterfest.

DVD Night of the Proms

DVD Vol.6 rockt!

Die 6. DVD der Night of the Proms ist im Herbst 2013 erschienen. 20 starke Konzertvideos wurden für den Proms Sampler zusammengestellt. Den Grundstock der DVD bilden Videos aus den letzten beiden Konzertjahren (2012 - 5 Tracks, 2011 - 4 Tracks). Es befinden sich in Summe 12 bisher unveröffentlichte Tracks. Diese Werke wurden weder als MP3, auf DVD oder CD veröffentlicht!

Die Highlights: Anastacia, James Blunt, Seal, John Miles, Fine Fleur und die beiden Hymnen von Sinead O´Connor. Leider wurde das Battle zwischen Orchester Il Novecento und Naturally 7, wahrscheinlich aus rechtlichen Gründen, nicht berücksichtigt. Auch Mick Hucknall ist leider mit keinem Hit von Simply Red vertreten.

Weitere Kaufentscheidungen: Die Welthits von Cliff Richard, Joe Cocker, Nile Rodgers und Tears For Fears. Sogar der gefeierte Überraschungsgast Barry Hay in Antwerpen und Rotterdam 2010 ist mit seinem zweiten Werk `When the lady smiles´ dabei. Das Programm von Chrissie Hynde, Barry Hay, Coolio, Ike Turner und Kid Creole ist nun komplett auf den DVDs der Proms zu finden. Mission completed!

Nach den jahrelangen Bemühungen um die Rechte von Sinead O´Connor, ist es den Machern der DVD nun gelungen, gleich zwei Werke aus dem Jahr 2008 auf die DVD zu pressen. Das einzigartige `Troy´ ist eine seltene Perle der Musikgeschichte.

Trackliste DVD Vol.6:

  Interpret Titel Jahr Zeit
         
01 Anastacia I´m outta love 2012 04:12
02 Mick Hucknall That´s how strong my love is 2012! 03:56
03 Sinead O´Connor Nothing compares to you 2008 05:18
04 Cliff Richard We don´t talk anymore 2010 04:55
05 Joe Cocker You are so beautiful 1996! 03:00
06 Chrissie Hynde Brass in pocket 2000 03:05
07 Ike Turner Proud Mary 2006 06:25
08 Barry Hay (Golden Earring) When the lady smiles 2010 05:15
09 Naturally 7 While my guitar gently weeps 2012 04:53
10 Il Novecento Toccata & Fuge 2012 04:05
11 Igudesman & Joo Riverdance 2008 03:50
12 Il Novecento Romeo & Julia 2007 03:45
13 John Miles Angel 2012 05:05
14 Fine Fleur Rolling in the deep - Agnus dei 2011 03:39
15 Alison Moyet That ole devil called love 2011 03:32
16 James Blunt You’re beautiful 2011 03:45
17 Sinead O´Connor Troy 2008 06:50
18 Nile Rodgers & CHIC Le freak 2011 05:18
19 Seal Crazy 2011 06:42
20 Tears For Fears Shout 2006 06:33


Interessant: Aus dem Jahr 2009 wurde kein weiterer Song veröffentlicht (z.B. Roxette). Auch wesentliche Künstler wie Donna Summer, David Garrett oder Mr. James Brown sind bisher nur einmal auf einer Proms DVD zu erleben. Aus den Jahren 1991 bis 2004 sind auf der 6. DVD nur noch zwei `Oldies´ (Joe Cocker, Chrissie Hynde) zu finden. Der Fokus liegt eindeutig auf den letzten 3 Konzertjahren. Ganze 12 Tracks stammen ausschließlich aus den Jahren nach 2010. Die sechste Ausgabe ist mit 94 Minuten die kürzeste Proms DVD überhaupt. Leider fehlen weiterhin die ersehnten Songs von The Jacksons, John Fogerty, Grace Jones, Macy Gray, Robin Gibb oder auch Shaggy.

Bestellmöglichkeiten u.a.:
Proms Shop (Deutschland), Proms Shop (Belgien), Amazon Europe, Amazon U.S.A.



Interview

Das große Interview mit John Miles

In der Rubrik Interviews haben wir nun unser Gespräch mit John Miles veröffentlicht. Lest über die Anfänge John Miles bei den Proms. Seine Meinungen zu Künstlern wie Christopher Cross, Jessie James, James Morrisson oder Stevie Wonder. Mr. Musik gibt Einblick in die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Andrea Bocelli oder Mark King von Level 42 .

Zum Abschluss des Interviews hat er sich die Fanpage Wunschliste angeschaut. Auf der Liste stehen die Songs, welche Ihr gerne einmal live bei den Proms von ihm hören würdet (siehe Wunschliste). Was sagt er zu den Songs von David Bowie, Metallica oder Peter Gabriel. Kann er sich vorstellen, dieses Songs mit den Proms einmal aufzuführen? Viel Spaß beim Lesen!

Lest nun das Interview:


Proms 2016

Die Konzertdaten 2016

Datum Tag Uhr Land Ort Arena Tickets
             
12.03.16 Sa 19:00 PL Lódz Atlas Arena CHRONIC
19.03.16 Sa 19:30 SW Solna (Stockholm) Friends Arena CHRONIC
             
24.06.16 Fr 19:30 USA Kansas City Sprint Center TICKETS
25.06.16 Sa 19:30 USA Dallas Verizon Theatre TICKETS
             
05.11.16 Sa 20:30 BE Antwerpen Sportpaleis TICKETS
10.11.16 Do 20:30 BE Antwerpen Sportpaleis TICKETS
11.11.16 Fr 20:30 BE Antwerpen Sportpaleis TICKETS
12.11.16 Sa 20:30 BE Hasselt Ethias Arena TICKETS
19.11.16 Sa 20:00 NL Rotterdam Ahoy TICKETS
             
24.11.16 Do 20:00 LUX Luxemburg d'Coque TICKETS
25.11.16 Fr 20:00 D Mannheim SAP Arena TICKETS
26.11.16 Sa 20:00 D Dortmund Westfalenhalle TICKETS
27.11.16 So 18:00 D Oberhausen König Pilsener Arena TICKETS
29.11.16 Di 20:00 D Erfurt Messehalle Erfurt TICKETS
30.11.16 Mi 20:00 D Frankfurt Festhalle TICKETS
01.12.16 Do 20:00 D Frankfurt Festhalle TICKETS
02.12.16 Fr 20:00 D Köln LANXESS arena TICKETS
03.12.16 Sa 20:00 D Köln LANXESS arena TICKETS
09.12.16 Fr 20:00 D München Olympiahalle TICKETS
10.12.16 Sa 20:00 D München Olympiahalle TICKETS
11.12.16 So 15:00 D München Olympiahalle TICKETS
13.12.16 Di 20:00 D Stuttgart H.-M-.Schleyer-Halle TICKETS
15.12.16 Do 20:00 D Hannover TUI Arena TICKETS
16.12.16 Fr 20:00 D Hamburg Barclaycard Arena TICKETS
17.12.16 Sa 20:00 D Hamburg Barclaycard Arena TICKETS
18.12.16 So 18:00 D Bremen ÖVB-Arena TICKETS
             
24.03.17 Fr 20:00 PL Warschau Torwar TICKETS
25.03.17 Sa 19:00 PL Lódz Atlas Arena TICKETS
             
          Daten unter Vorbehalt  

© u.a. Marcus Wadle


Interview


"Mensch, Du hast Recht, das ist grandios. Mach´s kaputt"

Das Interview mit Dirk Hohmeyer

Zum Frühstück im Hotel Pullmann in Köln verabredeten sich Dirk Hohmeyer und Stephan von der Fanpage. Ein kleiner Austausch in Sachen Proms reifte zum ausgiebigen Gespräch. Nach starken 2,5 Stunden wurden die Protagonisten höflich und bestimmt aus dem Frühstücksraum herauskomplimentiert...

Lest nun das Interview zu den Themen Vergangenheit (Entstehung der Proms in Deutschland, Einstieg Dirk Hohmeyer, der NOKIA Deal,...) Gegenwart (Aktuelle Künstler, CD,...) und Zukunft (Aussagen zu weiteren deutschen und europäische Überlegungen). Zum Abschluss folgt die Schicksalsfrage...

Stephan: Die Proms feiern ihren 20. Geburtstag in Deutschland. Wann hast du die Night of the Proms zum ersten Mal wahrgenommen und was war deine Einstiegsdroge?

Dirk: 1993 und 1994 hatte ich von vielen Seiten über ein Phänomen gehört, die mich veranlasst haben, im Oktober 1994 nach Dortmund zu fahren. Das erste Konzert in der Westfalenhalle war bei weitem noch nicht das, was man heute unter der Night of the Proms versteht. Es war eine tolle Veranstaltung. Die Bühne war weit in der Mitte aufgebaut und die Halle trotzdem nicht voll. Es waren sehr viele Belgier da, um Stimmung zu machen. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass Jan und Jan belgische Soldaten, die damals in Dortmund stationiert waren, eingeladen haben und auch Busse auch aus Antwerpen angekarrt wurden. Ich fand es alles sehr faszinierend und habe nach dem Konzert im Backstage meine Avancen gemacht. Ich werde nie das eingefrorene Gesicht von Jan Vereeckes vergessen, als er meine Visitenkarte von MAMA Concerts gesehen hat.

Es waren viele Veranstalter da, aber ich war offensichtlich der einzige, der seine Avancen gemacht hat. Viele sind früher gegangen, wohl nach dem Motto "Das kannst Du eh knicken, das bekommen wir in Deutschland nicht umgesetzt". Wie wir im Nachhinein wissen, hat dieser Tag anschließend mein Leben verändert.

Wie ging es nach Deinem ersten Konzerterlebnis 1994 weiter?

Wie gesagt, war ich damals bei MAMA Concerts angestellt. Nach dem Konzert bin ich mit diesem großartigen, erfrischenden Erlebnis ins Büro gekommen,und habe allen erzählt, was ich für ein tolles Konzert gesehen habe, das extrem ausbaufähig wäre, und dass die Veranstalter aus Belgien Partner suchen würden. Die Antwort des Gremiums bei MAMA Concerts, also des Direktorenmeetings war: "Weißt du was, die Belgier haben auch keine Gartenzäune, und der Deutsche empfindet die Klassik auch sehr erfürchtig, also das funktioniert nicht. Lass uns lieber um wesentliche Sachen kümmern." Es war ein enttäuschender Moment, und die negative Entscheidung musste ich nun Herrn Vereecke, wir waren da noch per Sie, mitteilen. Jan Vereecke ist der Vater der Night of the Proms in Belgien und spricht recht gut Deutsch. Ich sagte ihm: "Herr Vereecke, ich glaube an diese Sache, aber leider Gottes die Firma nicht. Aber wenn Sie noch Hilfe brauchen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.“

Welche Aufgaben hattest Du damals bei MAMA Concerts?

Ich war so eine Art Libero. Ich habe mich um Marketing, Sponsoring und Neuigkeiten aus der Branche gekümmert. Der Bereich Sponsoring wurde damals immer wichtiger. VW fing damals an, mit den Künstlern von Genesis (Anm. der Red. Auto: VW Polo II / Tour: The Way We Walk) und Pink Floyd (Anm. der Red.: Aut: VW Golf III / Tour: The Division Bell Tour) ihre Autos neu zu vermarkten. Ich hatte damals keine speziellen Geschäftspartner, sondern wurde in die Geschäftsfelder im Unterhaltungsbereich gesteckt, die möglicherweise zukunftsweisend für die Firma hätten sein können. Marcel Avram zum Beispiel, hatte damals noch die große Hoffnung, Siegfried und Roy auf Tournee zu bringen. Zudem hatte ich die Freude, auch mit Fritz Rau zu arbeiten. Ich habe ein paar Details bei der Entwicklung von Tabaluga mitgemacht und die Medienkooperationen verbessert. Immer unter dem Leitsatz "Halt die Ohren auf!". Und so kamen auch eines Tages die Proms dazu.

Die Väter der belgischen Proms Jan & Jan wurden vor MAMA Concerts und seinem berühmten Konzert-Promoter Marcel Avram mit den Worten gewarnt: „Vorsicht in Deutschland vor Marcel Avram! Wenn Sie ihm eine Hand geben, greift er den ganzen Arm“. Und trotzdem wurdest du bei MAMA ein Jahr später von den Organisatoren der Proms angerufen...

Genau, denn es war Folgendes passiert: Es war damals eine deutsche Toncrew bei der Night of the Proms in Antwerpen unter Vertrag. Das Tonabnehmersystem aus Deutschland war damals einzigartig und zudem das beste System auf dem Markt. So hatten die Jannens eine deutsche Toncrew aufgrund dieses Tonabnehmersystems.

Die Problematik 1994/1995 bestand darin, dass kein deutscher Veranstalter an die Proms glaubte. Der Chef der Tonfirma (Christian Thiele) wohnte in München und bot an, obwohl kein Veranstalter, aber zumindest Teil der Proms-Familie, die Konzerte in München zu organisieren, wenn Jan und Jan weiterhin Dortmund aus Antwerpen fernsteuern. Dieser Christian Thiele ist an einem Sonntag 1995 mit seinem Hund spazieren gegangen und ist dabei leider an einem Herzinfakt gestorben. Jan und Jan wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, was er für das Konzert in München vorbereitet hat.

Hingegen wusste Jan aber, dass auch ich in München lebe, ich gut vernetzt bin und Interesse habe. Er rief mich mit den Worten an: "Herr Hohmeyer, können Sie uns helfen, wir wissen nicht was Herr Thiele organisiert hat. Ist die Halle gemietet? Gibt es Medienpartnerschaften, was hat er gemacht?"

Ich kannte die Witwe, habe natürlich eine gewisse Zeit gewartet, und habe ihr die Probleme geschildert. Wir haben dann gemeinsam seinen Schreibtisch durchsucht und eine Reservierungsbestätigung gefunden. Ich betone nochmal eine Reservierungsbestätigung der Olympiahalle, sonst nichts. Zudem habe ich drei, vier Radiostationen angefragt, ob sie schon einmal etwas von dem Proms Konzert gehört haben - nein. Der nächste Schritt war die Olympiahalle. Es gab, wie gesagt, noch nicht einmal einen Mietvertrag, aber es gab eine Reservierungsbestätigung. In der Zentrale von MAMA Concerts habe ich das Thema dann noch einmal angesprochen und den Kollegen deutlich gemacht, dass ich gerne die Proms machen möchte: Lasst es uns machen, das wird groß.

Du wolltest die Proms unter der Schirmherrschaft von MAMA Concerts weiterentwickeln?

Richtig, Marcel Avram war damals selber mit Michael Jackson so dermaßen beschäftigt, dass er sich gar nicht äußerte. Und meine anderen Kollegen haben gesagt: Mach es!”, weil sie befürchteten, dass sonst ich gehe. Dieses haben sie auch im Nachhinein bestätigt, dass ich sehr bestimmt gewesen bin. Schlussendlich war die Einführung der Proms in Deutschland ein überschaubarer Deal, da das Primärrisiko bei den Belgiern lag. Unter der Prämisse, auch das Konzert in Dortmund zu übernehmen, wurde der Vertrag besiegelt. Es machte keinen Sinn, nur einen regionalen Markt zu bedienen, man muss dann schon bundesweit agieren. Somit habe ich 1995 die Night of the Proms bei MAMA Concerts in vollem Umfang übernommen.

Die Belgier hatten jetzt natürlich die Befürchtung, dass MAMA das komplett an sich reißt. Es hielt sich damals das Gerücht, dass du die Proms für Deutschland zerstören solltest, um ein eigenständige Veranstaltungsreihe mit einem Orchester aus Rumänien zu organisieren.

Nein, das ist so nicht ganz richtig. Jan hatte natürlich seine Bedenken, aber primär war in dem Moment eher das Vertrauen in mich. Das hat mich natürlich sehr geehrt. Ich habe die Proms 1995 in München und in Dortmund durchgeführt, als Arrangeur sozusagen.

Zu einem Konzert habe ich sogar Marcel Avram zum Besuch überredet. Ihm wollte ich das Phänomen näher bringen. Er sagte zu mir anschließend: Mensch, du hast Recht, das ist grandios. Mach's kaputt.” Und genau dieses habe ich eben ignoriert! Denn ich wusste, er war danach schnell wieder zurück in die USA wg. Michael Jackson. Ich habe dann 1996 die Proms mit Megaschritten nach vorwärts bewegen können. Zum Beispiel konnten wir den Nokia-Deal abschließen, die Auszeichnung Goldene Kamera 1997 entgegennehmen und die Kooperation mit dem ZDF verwirklichen.


Hier geht es weiter:
Den zweiten Teil des Interviews mit Dirk Hohmeyer findet Ihr in der Rubrik
Interview Dirk Hohmeyer



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