Night of the Proms Fanpage

  • Simple MindsTop Act für Deutschland & Luxembourg
  • Chaka KhanTop Act für Belgien & den Niederlanden
  • Wer kommt noch?Am 01.09. wird es noch einen Nachschlag geben
  • Natasha BedingfieldFür alle Promsländer bestätigt
  • Stefanie HeinzmannStarke Musik für Deutschland & Luxembourg
  • Tom Chaplin von KEANEBrit Rock für Belgien & den Niederlanden
  • Der Classic Act 2016Streicher Trio für alle Promsländer!
  • Auf Wiedersehen!Robert Groslot nimmt Abschied
  • Zucchero in Schweden@ Anders Hannola
  • Fanpage meets FanpageWhen 2 become 1
  • Absage!Tour USA 2016 gecancelt


Deutschland & Luxembourg 2016

Simple Minds kehren nach 14 Jahren zurück!


Dirk Hohmeyer und sein Team haben das Programm für die Night of the Proms in Deutschland und Luxembourg bekanntgegeben. Nach dem großen Erfolg von OMD, wird nun die schottische Rockband Simple Minds auf die Promsbühne zurückkehren. Nicht gerade innovativ, aber unendlich geil! Die Schotten werden den das Finale 2016 bestreiten. Zudem gesellen sich Natasha Bedingfield mit ihren Megahits aus dem letzten Jahrzehnt und aus der Raabschmiede Stefanie Heinzmann zur Promsfamilie 2016. John Miles und der Classic Act Time For Three Runden das Programm ab. Es fehlt somit noch der Künstler vor der Pause. Dieser Act wird am 01.09. vorgestellt. :-)))

In den kommenden Tagen folgt der Kommentar zum Line-Up zu den anstehenden Konzerten in Deutschland & Luxembourg. Lest vorab unseren Vorschlag zur SETLIST für beide Länder. Ob Stefanie Heinzmann die beiden Proms Höhepunkte `When I see you´ und `Uptown funk´ bzw. Natasha Bedingfield die Prince Hymne `Purple rain´ ins Programm aufnehmen würden. Beide Künstler haben die Songs aktuell in ihrem Programm...

Linktipps:
Mögliche SETLIST, FOTOS, LIVE, FACEBOOK, TWITTER, FORUM

Belgien / Niederlande 2016

Chaka Khan & die Musik von KEANE


In Belgien und den Niederlanden wurde das Programm für die Konzerte in Antwerpen, Hasselt und Rotterdam bekanntgegeben. Funkqueen Chaka Khan, Tom Chaplin von der britischen Band Keane und Natasha Bedingfield werden bei der Night of the Proms 2016 in Belgien und den Niederlanden auf der Bühne stehen.

Mit den drei Künstlern sind die Proms in Antwerpen zurück in der Spur. Nach zwei Jahren eher verhaltener Künstlerverpflichtungen und vielen Experimenten, investiert die Mutter aller Proms wieder in namhafte Künstler und starke Musik:

Chaka Khan ist ein langgehegter Promsfantraum (siehe Wunschkonzerte). Nach dem Sommerhit `Ain´t nobody´ letztes Jahr als Coverversion von Felix Jaehn wird nun der Clubklassiker bei den Proms erschallen und alle Generationen ansprechen. Mit dem Princsong `Feel for you´ und der aus der Ashford & Simpson Schmiede stammende Song `I´m every woman´ erhält die Show zum Schluss den zu erwartenden Höhepunkt. Chaka Khan ist ein Glücksfall für das Konzertjahr 2016, wir wünschen ihr alles Gute bei der Genesung!

Die frühzeitigen Unterschriften gibt den Organisatoren viel Zeit für Kreativität. Diesen Status suchte man in den letzten Jahren vergebens. Wir freuen uns sehr auf die Konzerte in Belgien & den Niederlanden!

Linktipps:
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Deutschland 2016

Der Abschied zum 65. Geburtstag


Dirigent Robert Groslot wird nach seinem Abschied in Belgien und Holland im letztem Jahr, nun auch in Deutschland nicht mehr sein Orchester leiten. Er gründete das Orchester Il Novecento im Jahr 1990 und feierte als Künstler und Dirigent große Erfolge mit den weltgrößten Stars wie James Brown, Sting, Art Garfunkel, Joe Cocker und Andrea Bocelli. Wir danken Maestro Grolot für seine außerordentliche Leistung in den letzten Proms Jahrzehnten!

Wir möchten Euch nun mit auf die Reise nehmen und geben Einblick, in seine 28 jährige Schaffensperiode bei der Promsfamilie. Wir zitieren aus dem 2012 veröffentlichtem Buch über die Night of the Proms. Kleine Geschichten von und mit Autor Carl Huybrechts folgen nun im Anschluss. Ihr könnt dieses Buch käuflich im Promsshop in niederländischer Sprache bestellen. Wir danken Wiebke Conrad für die umfangreiche Übersetzung.

1987:

Für die dritte Ausgabe der Night of the Proms in Antwerpen konnten die Veranstalter Jan & Jan ihren ersten Megastar in Antwerpen präsentieren: Art Garfunkel. Es war etwas her das er vor Publikum gespielt hat. Aber was für ein Publikum: 500.000 Menschen waren bei dem legendären Reunion-Konzert von Simon & Garfunkel im Central Park in New York dabei.

Auch Robert stand auf dem Programm. Groslot, 1978 Gewinner des Königin Elisabethwettstreits für Klavier, spielte beim Konzert 1987 einige klassische Stücke und das jazzige `Take Five´ von Dave Brubeck. Robert Groslot: "Ich war nervöser als seinerzeit beim Elisabethwettstreit. Ich habe selbstverständlich noch nie vor so vielen Menschen gespielt und auch noch nicht unter solchen Umständen, da war eine richtige Fußballatmosphäre. Ich fühlte die Nervosität an der ungewöhnlichen Steifheit in meinen Fingern. Normal wärme ich sie auf um Elastizität in die Finger zu kriegen, aber beim ersten Mal klappte das nicht. Es dauerte sicher noch bis zu fünf Minuten nach Beginn meines Auftritts bis ich mit einem angenehmen Gefühl über die Tasten ging. Ich muss zugeben, dass es ein Kulturschock war. Ich habe dann doch etwas Zeit gebraucht um das zu verarbeiten und zu akzeptieren. Ich bin gelernter klassischer Musikant, in erster Linie Pianist und ich verstand nicht von Popmusik! Ich sollte in den kommenden Jahren sehr viel lernen und enddecken. Ich betrachte mich selbst nicht als einen starren Geist, aber kulturell gesehen war ich noch nicht biegsam. In meinen Lebenskreisen wird Popmusik als minderwertig angesehen, als kommerzieller Mist. Etienne Verscheuren etwa, ein Jazzmusiker auf Weltniveau, und ein hervorragender Arrangeur und ehemaliger Dirigent des BRT-Jazzorchesters, hat am Konservatorium in Gent studiert. Als sein Lehrer entdeckte, das Etienne in Jazzcafés spielte um sein Studium bezahlen zu können, wurde er des Konservatoriums verwiesen. Mit anderen Worten: in der klassischen Welt sieht man auf Pop und Rock 'n' Roll herab."

1990:
Die Show in Antwerpen sprang in den Augen der Kenner, da die Qualität derartig einzigartig war, dass der niederländische Spektakelproduzent Bram Van der Wiede das Sportpaleis kontaktierte und rief: "Ich will auch so eine Show bei uns!"

Damals kam Robert Groslot zum Vorscheinen. Robert, der nach seinem Auftritt bei der Night of the Proms als Solist 1987 mit Prommusic in Kontakt geblieben war, hat mittlerweile ein eigenes Orchester zusammen gestellt: Il Novecento!

Robert Groslot: "Zu Beginn der 80er Jahre war ich Pianist beim Flämischen Ballett. In der Periode gab Jeanne Brabants den Direktorstab an Valery Panow
weiter. Mit seiner ersten Produktion Die drei Schwestern, zur Musik von Rachmaninov, gingen wir auch nach Amerika. Seine zweite Produktion war Romeo &
Julia. Das Stück feierte drei Monate später Premiere, aber so kurzfristig ein Orchester zu reservieren ist unmöglich. Die großen Gesellschaften planten alles zwei
Jahre im Voraus. Damals hatte ich mir vorgestellt ein Orchester zusammen zu stellen aus Freunden und Bekannten aus der Musikwelt. Das war eigentliche der Vorläufer von Il Novecento. 1991 wurden meine Pläne definitiv konkretisiert.
"

1991:

Im Konzertjahr 1991 standen neben Randy Crawford und Beverly Craven auch Roger Hodgson nach der Trennung von Supertramp zum ersten Mal auf der Promsbühne. Robert Groslot: " Hier ist ein großer Künstler! Das war für mich eine der ersten künstlerischen Enddeckungen in der Popmusik. Musik wovon ich dachte: das ist gut gemacht, originell und wertvoll."

Die mollige Randy Crawford sang beim mit `Street Life´ und `One Day I'll Fly Away´ die Ziegel vom Dach. "Ihre Stimme ist wie Honig", sagte Vereecke. Randy Crawford hatte es einst am Ende einer Show gewagt, wenn alle Künstler das Publikum grüßen, ins Hinterteil von Robert Groslot zu zwicken. Robert, trotzdem ein Liebhaber, war kurz irritiert. Er fand es ok, aber bitte nur auf Einladung!

Die schöne und schwangere Beverly Craven erfuhr ihren gefühlvollen Hit `Promise Me´ in eine nicht vermuteten neue Dimension, durch die großartige Orchestration von Il Novecento. Auch Roger Hodgson war auf Wolke 7 über die unbekannten Grenzen, wohin Robert und das Orchester seine Musik brachte. `Fool's Overture`, `Dreamer´, `The Logical Song´ und `Give a Little Bit´ hatten noch nie so gut geklungen.


1993:

Die Night of the Proms hat in der internationalen Musikszene eine hohe Reputation erhalten, dass einer der absoluten Weltstars, die Einladung der Proms annahm. So zierte STING das Tourplakat 1993.

Sting wollte den Dirigent vorab treffe, und lud das Trio Groslot/ Van Esbroeck / Vereecke in sein Haus in der Nähe von Stonhange ein. Als sie bei seinem Anwesen ankamen, fielen ihnen sofort die unterschiedlichen Hauttypen auf. Sting hatte es damals schon mit Amazonas-Indianern und es liefen dort mit ziemlicher Sicherheit "zehn rote Brüder" auf dem Grundstück rum; auch das Personal war südamerikanisch.

Was Robert sofort auffiel, war die riesige Musiksammlung von Sting, die nahezu komplett aus klassischer Musik bestand - kaum eine Rock- oder Pop Platte war zu finden.

Während der gemeinsamen Besprechung ergab sich, dass die musikalischen Werke, die Sting für die Show vorsah und wovon die Partituren bereits fertig waren; nicht die wirklichen Megahits waren, die Jan & Jan im Sportpaleis auf der Bühne hören wollten. Dies bereitete ihnen schon etwas Sorge.

Sting lud, als galanter Gastgeber, das belgische Trio zum Dinner ein. Sie gingen gerne drauf ein, obwohl Jan Van Esbroeck es sofort bedauerte, denn außer biologischen Gemüsen aus Stings Gemüsegarten stand noch Fisch auf dem Menü.

Auch Robert erlitt ein kleines Trauma: Er schluckte eine Gräte hinunter, die sechs Wochen in seinem Hals stecken blieb. Robert Groslot: "Es hatte nichts mit Musik zu tun, aber es ist doch sehr lehrreich. Nach sechs Wochen bin ich zu einem Spezialisten gegangen, der mit einer Betäubungsspritze meinen Zungenreflex lahm gelegt hat und mit einer feinen langen Zange die Gräte entfernt hat. Während der Arzt damit beschäftigt war, erzählte er mir, was er so alles im Laufe seiner Karriere alles aus dem Rachen der Patienten herausgefischt hat. Was mir bis heute noch im Kopf geblieben ist, war die aber die medizinische Geschichte von jemand der eine ernsthafte Gräte quer im Hals stecken hatte und die weißen Blutkörperchen dafür gesorgt hatten, dass die Gräte quer durch die Speiseröhre und die Haut nach außen wuch. Das ist doch erwähnenswert, oder?" Eher ein Albtraum vom Maestro.

1994:

Zwischen dem Dirigenten und den amerikanischen Rockern von TOTO klickte es sofort. Laut Proms Veranstalter Jan Van Esbroeck ist es TOTO zu verdanken, dass Robert endlich klar wurde, worum es bei der Night of the Proms eigentlich ging.

Robert Groslot selber sagte 1994: "Nach Roger Hodgson hat Toto definitiv bei mir den Klick verursacht. Auch bei ihren Kompositionen hatte ich das Gefühl: "Verdammt, dass ist eigentlich genauso stark wie die Arbeit von einigen Komponisten." Der Song Africa zum Beispiel ist ziemlich gut. Auch für Toto selbst war die Zusammenarbeit mit unserem Orchester ein Eyeopener. Ich wurde von Steve Lukather, dem Gitarristen und Frontman, auf Anhieb zum "Soul Brother Number One" berufen."

1995:

Andrea Bocelli wurde im Frühling 1995 in Italien zum Star, erst in San Remo, und danach hat er mit `Con Te Partiro´ alle italienischen Herzen erobert. Im westlichen Teil von Europa war er zunächst unbekannt. Jan und Jan buchten ihn für weniger als EUR 1.250 pro Abend. Als er im Oktober in Antwerpen zur ersten Probe erschien, mit einer dunklen Brille, machte er zaghaft Bekanntschaft mit dem Dirigenten und den Musikanten. Die erste Nummer die Bocelli bei der Probe sang war Con Te Partiro.

Robert Groslot: "Nach einigen musikalischen Takten Intro begann er mit einem quasi-flüsternden Parlado. Ich dachte: "Oei! Was ist das hier, das ist nicht
besonders." Ich kannte die Nummer ganz und gar nicht. Dann kam der Refrain. "Robert" sagte ich zu mir selber, "du musst deine Meinung revidieren," Nach weiteren zwei Zeilen war ich ganz und gar hin und weg. Die Stimme, da gibt es keine Worte für
".

John Miles, sein Gitarrist Laurie Wisefield und Keyborder Ollie Marland, die sich aus Gewohnheit immer zynisch zu beinahe jedem Künstler äußerten, außer zu sich selbst, schienen von der Hand Gottes geschlagen. Ihre Kinnladen fielen runter: soviel Schönheit in einer Stimme! Auch Jan Vereecke, der trotz CD und VHS schon Kenner von Bocelli's Möglichkeiten war, haute es förmlich `von den Socken´.

Robert Groslot: "Bocelli hat eine sehr authentische Art zu singen, da ist nichts gekünsteltes dran. Bei klassischen Sängern ist das recht selten, die haben allesamt komplizierte Gesangstechniken die darauf ausgerichtet sind, ein Orchester zu übertönen. Das bringt viele gekünstelte Tonarten hervor, sowie z.B. das anschwellen von Noten, das Anblasen, ein Vibrato, u.s.w.. Andrea Bocelli hat die selbe Kraft in der Stimme wie Pavarotti, aber bei Andrea hört man nicht den klassisch geformten Tenor. Er singt mit einem wunderschönen Legato - das aneinanderreihen von Noten - das von selbst kommt. Er hat nicht nur eine kräftige Stimme, sondern er hat zugleich auch eine liebliche Stimme, Dies ist eine äußerst seltene Kombination. Eigentlich ist er ein Unicum. Selbst Sopran Bernadette Degelin und
Tenor Louis Devos, zwei von Belgiens bekanntesten Namen in der Sängerszene und international ausgezeichnete Künstler kamen zum Zuhören und waren nach eigener Aussage époustouflé (verblüfft).
"

Zwei Jahre später wurden Robert Groslot und Il Novecento gefragt, für eine Tournee mit vierzig Konzerten mit Andrea Bocelli. Da sprechen sie zu Hause immer noch drüber. Das war jeden Abend Gänsehaut. Siebzehn Jahre nach dem er das erste Mal in Antwerpen erschienen ist, sagt Bocelli noch weiterhin, dass die Night of the Proms in der Scheldestadt für ihn ein Sprungbrett für eine beeindruckende internationale Karriere gewesen ist.

1997

Für die deutschen Konzerte hatte Dirk Hohmeyer das Unternehmen Nokia an Land gezogen, und über Kontakte beim ZDF sollte das Konzert in München auch auf einem deutschen öffentlichen Sender zu sehen sein.

Dirk Hohmeyer sorgte zudem dafür, dass Il Novecento zu den Preisträgern bei der Gala der Goldenen Kamera in Berlin im Februar 1997 gehörten. Robert und sein
Orchester bekamen den Preis für ihre Preformance für die Konzertreise der `Nokia Night of the Proms´ 1996. Somit sorgte das Orchester auch selbstverständlich für den musikalischen Teil.

Am Ende, nachdem Joe Cocker die Schlussnummer gesungen hatte, stand Robert Groslot plötzlich zwischen Filmstars wie Arnold Schwarzenegger, Andie MacDowell und Shirley MacLaine. Auch Andrew Lloyd Webber und die damals angesagte Boygroup die Backstreet Boys aus den USA waren auf der Bühne anwesend. Bei dem hervorragenden Dinner, welches auf die Gala folgte, war Jan Vereecke mächtig beeindruckt von Robert Groslots allgemeiner Entwicklung. Zur späteren Stunde kam ein gläserner Wagen mit einer enormen Menge diverser Grappas vorbei. Robert nahm `stillsicher´ dreiviertel davon...

2003

Wir reisten 2003 mit John Miles, Cunnie Williams, David Garrett, Randy Crawford, Florent Pagny und Julie Zenatti im späten Frühling durch la douce France (liebliche Frankreich). Julie Zenatti ist eine der nettesten französischen Sängerin mit einer schönen Stimme, einer tollen Figur und einer interessanten Garderobe. Sie sang bei den Konzerten in Frankreich unteranderem New York, New York. Am Ende der Nummer stand sie grade unter Roberts Erhöhung um ihn zu bewundern. Robert drehte sich zum Publikum um, verbäugte sich tief und guckte direkt in das Dekolleté der Französin. Er probierte sich danach so gut wie möglich zu konzentrieren. Beim nächsten Konzert wiederholte sich die gleiche Szene. Den Tag danach auch. Es begann aufzufallen, dass Robert Groslot New York, New York kontinuierlich ein klitzekleines Bisschen schneller durchführen ließ. Robert darüber: "Es war unvergesslich."

2005

In Antwerpen wollte Jan Verrecke die Show anders als sonst starten, und er ließ aus dem Dunklen heraus Roger Daltrey (The Who) mit `Without Your Love´ eröffnen. Aber das kam nicht so gut wie erhofft. Trotz seines Status, konnte Roger Daltrey das Feuer in der Halle nicht entfachen.

Robert Groslot: "Die meisten Nummern von The Who haben einen negativen Unterton. Sie sind aus Wut und Frustration entstanden. Daltrey strahlte das noch immer aus. Am ersten Abend begann ich bei einer Nummer in einem Moment, wo Roger Daltrey noch einige Worte sagen wollte. Er schimpfte ziemlich heftig gegen mich: "You're supposed to support me (Du solltest mich unterstützen)", mit Nachdruck auf "mich". Ich musste das Orchester stoppen und noch einmal beginnen. Ich habe ihn hinterher in meine Garderobe gebeten und habe ihm gesagt: "Mister Daltrey, hinterher dürfen sie ihrem Ärger kenntlich machen, aber so etwas sagt man nicht auf der Bühne! Ob du recht hast oder nicht." Er hat sich entschuldigt".

2006

In Deutschland wurde der Promstross mit der Unfähigkeit von Mike Oldfield zu kommunizieren konfrontiert. Dieser außergewöhnlich begabte Musiker und Komponist der weltweit enormen Erfolg hatte, schien nicht im Stande zu sein, um auf normale Weise Gedanken mit der Organisation zu wechseln oder selbst auf eine normale Art und Weise einen Applaus in Empfang zu nehmen. Bei der Tour kommunizierte er nur über Robert Groslot. Er gab seine Wünsche und Ärgernisse an den Dirigent, auch wenn es den Geschmack von Tomatensauce betraf. Robert dachte sich einen neuen Namen für Mike Oldfield aus: Major Weird.

2011

Das Orchester erntete auch viel Beifall mit der Aufführungvon Mozarts Requiem in d-Moll, und das Duett Sull'arua aus der Hochzeit des Figaro von Mozart, die bei langen Fragmenten aus Filmen gespielt wurden The King's Speech, Amadeus und The Shawshank Redemption. Für Eric Beurskens und Robert Groslot einer der Höhepunkte von Il Novecento in ihrer zwanzigjährigen Geschichte mit der Night of the Proms. Außenstehende begreifen nicht, was für ein Husarenstück es jeden Abend wieder ist, um das ganze Orchester präzise auf das Timing der Filmausschnitte zu spielen.

Vielen Dank für die beeindruckenden Konzerte. Ein Interview mit Robert Groslot findet Ihr im Bereich:
Interview.

USA 2016

USA 2016 - Tour abgesagt


Ende Juni sollte die zweite Konzerttour der Night of the Proms in den USA starten. Das Line-Up mit Grammy Gewinner Michael Bolton, Country Star Wynonna Judd (The Judds), die 80er Pop Band Wang Chung, die legendäre Stimme der Band Kansas Steve Walsh, Classic Act Fernando Varela und John Miles war verheißungsvoll. Mit großem Bedauern wurde nun die harte Entscheidung für Proms U.S. getroffen. Die Konzerte am Freitag, 24. Juni in Kansas City und am Samstag, den 25. Juni in Dallas werden nicht stattfinden. Gekaufte Tickets werden zurückerstattet.

Um es in der Sprache der Künstler zu sagen: "Sad but true" (En Vogue Proms 2003) oder "Traurig aber wahr" (Johannes Oerding Proms 2015). Weitere Informationen unter folgendem Link: Proms USA.



Deutschland 2016

Update für Deutschland


Bekanntgabe Künstler 2016:
Erste Mails und Forumsbeiträge erreichen die Fanpage zum Thema Künstlervorstellung zu den Konzerten 2016. Dazu eine kurze Info: Erste Namen werden meistens zum frühen Sommer bekanntgegeben. Dies ist aber von Jahr zu Jahr verschieden. Es gab auch Jahre, da sind erste Namen erst im Juli veröffentlicht worden. Bisher stand das komplette Programm spätestens im September. Lassen wir uns überraschen und üben uns in Geduld...

Proms im TV:
Die Ausstrahlung des TV Konzertes aus dem Jahr 2015 konnte erheblich mehr Zuschauer an den Empfangsgeräten vereinen! Nach der erfolgreichen Ausstrahlung im BR Fernsehen am 26.05. sind bisher aber noch keine weiteren TV Konzerttermine bekanntgegeben worden. Vielleicht wiederholt eine weitere öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt das Traumkonzert aus dem Jahr 2015 mit den Beach Boys, OMD, Johannes Oerding, Vernando Varela, Maria Mena und John Miles.


Brian Wilson & die Beach Boys:
Der Film `Love & Mercy´über das Leben von Brian Wilson, der als kreative Kopf der Beach Boys gilt, ist aktuell auf verschiedenen Online-Videotheken im Abruf zu sehen. Wilson komponierte die meisten Songs der Band in den 1960er und 1970er Jahren und produzierte bis 1967 alle und in den darauffolgenden Jahren noch einige weitere Alben. Er sang die zweite Leadstimme, insbesondere die langsamen Balladen und die hohe Falsettstimme. Wilson zählt zu den bedeutendsten Komponisten und Musikproduzenten der letzten 50 Jahre. Der Film gibt u.a. eine Antwort auf die Frage, warum Brian Wilson als Sänger viele Jahre nicht auf der Bühne zu sehen war. Zudem gibt es einen Einblick in die Schaffenszeit von Mike Love und Bruce Johnston, die bei den Proms letztes Jahr auf der Bühne zu erleben waren.

Benelux & Deutschland 2016

Fanpage meets Fanpage


Hartelijk welkom aan de fans uit België en Nederland die de fansite van Night of the Proms bezoeken. In de herfst van 2016 bieden we een gemeenschappelijke fansite aan in Nederlands, Duits en Engels. Tot dan houdt deze website u op de hoogte van de laatste nieuwtjes. Met de vertaalmachine van Google aan elke zijde kan u de tekst gemakkelijk doen vertalen. Vele plezier!

Wir begrüßen sehr herzlich unsere Freunde der Fanpage aus Belgien und Holland. Bis zur Gestaltung der gemeinsamen Fanseite der Night of the Proms, werden wir die beiden Fanseiten verschmelzen. Ab Herbst 2016 soll eine neue Fanseite in deutscher, niederländischer und englischer Sprache entstehen.

Der Kartenvorverkauf für die Konzerte in Belgien, Niederlande, Luxembourg und Deutschland sind sehr gut gestartet. Als neuer Konzertort wurde die Studentenstadt Hasselt in Belgien am 12. November 2016 neu aufgenommen. Sichert Euch die besten Karten für das Konzerterlebnis in diesem Jahr. Das deutsche Konzert letztes Jahr wurde in München aufgezeichnet und die Erstausstrahlung wird am 26. Mai 2016 um 22:45! Uhr im Bayrischen Fernsehen ausgestrahlt.

Polen & Schweden 2016

Erste Konzerte beendet


In Polen und Schweden wurde im März bereits ein guter klassischer Proms Mix mit den erfahrenen Künstlern Zucchero, Simple Minds und John Miles geboten. Sogar Lisa Stansfield kehrt nach 17 Jahren wieder auf die Promsbühne zurück. Sie sang Ihre beiden Hits `Change´und `All around the world´ und ihren Hit `So be it´ aus dem Jahr 2014. Zucchero zauberte sein bewährtes Programm aus Deutschland 2015 mit der Aufnahme des Liedes `Il volo´. Zum großen Finale gab es den Megahit `Heroes´ von David Bowie. Frischen Schwung brachten die Lokalhelden Jil Johnson für Schweden und Blue Cafe für Polen und sogar die `Sta Wars´ Filmmusik wurde angestimmt. Fotos und die Setlist aus Polen sind nun in der CHRONIC 2016 POLEN eingepflegt. 2017 wird es zwei Konzerte in Polen geben. Die Überarbeitung der Setlist für Schweden folgt zum Osterfest.

Deutschland 2015

Good vibrations in Deutschland

Die Tournee der Night of the Proms in Deutschland ist beendet. Die Beach Boys und OMD überzeugten. Die Shootingstars Johannes Oerding und Fernando Varela übertrafen sich selber. Maria Mena verzauberte ruhig und emotional. Es gab viele Höhepunkte und kleine Kritikpunkte. Die Setlist, erste Kommentare und alle Fotos von den Konzerten findet Ihr in der Chronik 2015.

Jahreswertung:
Das letzte Konzertjahr in Deutschland ist direkt auf den zweiten Platz der 5 Jahreswertung eingestiegen (Platz 1: 2012 mit Mick Hucknall & Anastacia, Platz 2: 2015 mit The Beach Boys & OMD, Platz 3: 2011 mit Seal & Alison Moyet, Platz 4: 2014 mit Zucchero & Katie Melua und Platz 5: 2013 mit Morten Harket, Amy Macdonald.

Lieblingssongs:
Zu Euren Lieblingssongs in Deutschland gehörten: Platz 1: Fernando Varela - Nessun dorma, Platz 2: Il Novecento feat Fernando Varela & The Pretty Vanillas - Party Mix, Platz 3: OMD - Sailing on the seven seas, Platz 4: Maria Mena & Scala - The hanging tree / The Beach Boys - Surfing USA, Platz 5: Il Novecento & John Miles - Winnetou Melodie. Nicht so gut angekommen sind nach der Auswertung der 5 Fragen zur Tour die Songs `Auf uns´ von Scala und der Auftakt der Beach Boys mit dem Song `Do it again´.

News:
Der Kartenvorverkauf für die Konzerte 2016 ist, nach der erfolgreichen Tour 2015, sehr gut gestartet. Sichert Euch die besten Karten für das nächste Erlebnis (Eventim). Das Konzert letztes Jahr wurde in München aufgezeichnet und die Erstausstrahlung ist im Bayrischen Fernsehen an Ostern geplant.

Abstimmung

Euer Voting zum Konzert 2015

Abstimmung 2015:

Ergebnis: Wie hat Euch das Konzertjahr 2015 gefallen?

10 (sehr gut) (39.9%)
9 (21.0%)
8 (18.4%)
7 (7.8%)
6 (3.9%)
5 (2.7%)
4 (2.2%)
3 (1.1%)
2 (0.9%)
1 (sehr schlecht) (2.0%)


Insgesamt abgegebene Stimmen: 803

© Axel Heyder

Kommentar

Good vibrations


Zwei Kommentare zum Konzert der Night of the Proms in Deutschland. Stephan und Christoph besuchen die Proms. Ihre Erlebnisse berichten Sie in einem kurzweiligen Kommentar zur Tour. Wir freuen uns über Eure Kommentare im Forum und werden diese in die Chronik 2015 im Januar einpflegen.

© u.a. Marcus Wadle

Der Kommentar von Stephan:

Seit Jahren gibt es bei den Proms die angenehme Überraschung, direkt zum Auftakt einen modernen Song dargeboten zu bekommen. Nach Sia (`Chandelier´) und John Newman (`Love me again´), gab es 2015 aus dem Film Die Tribute von Panem´ den Charthit `The hanging tree´. Mein 12jähriges Patenkind sang aus vollem Herzen alle Strophen mit. Was für eine Idee, was für eine Inszenierung, was für ein schöner Beginn.

Der Kommentar von Christoph:

Schon der Einlass sollte sich als außergewöhnlich erweisen, wurden die Sicherheitsvorkehrungen doch erhöht nach den Eindrücken von Paris, sodass man kurzzeitig sogar darum zittern musste pünktlich auf seinem Platz zu sitzen.
Vorteil davon: Nur wenige Minuten nachdem ich meinen Platz eingenommen hatte, erschien auch schon das Sinfonieorchester Il Novecento auf der Bühne um zusammen mit Maria Mena und Scala den Abend mit "The Hanging Tree" aus der Panem-Trilogie zu eröffnen, allerdings für meine Ohren noch recht unspektakulär.


Nach der erneuten (´94,´98,´03,´09,´15) Aufführung des schwierig zu tanzenden `Blumenwalzers´ von Tschaikowski, wartet bereits der nächste Höhepunkt hinter der Bühne. Maria Mena kommt aus dem Orchester auf die Bühne und singt Ihre beiden Megahits aus dem 00er Jahrzehnt. Sie erfreut das Publikum mit ihrer einnehmenden, positiven Art und ihrer einzigartigen Ausstrahlung. Neben den melancholischen Werken hätte man sich noch einen moderneren, schnellere Song gewünscht. Doch gerade die Melancholie macht den Auftritt so wertvoll. Jede Liedzeile ist nachvollziehbar und authentisch dargeboten. Die Entscheidung Maria Mena an den Anfang der Show zu setzten war ein Volltreffer.



Noch vortrefflicher hätte danach die Wahl Fernando Farela mit der klassischen Tenorhymne `Nessun Dorma´ nicht getroffen werden können. Was für eine Stimme! Er nutzt sein Stimmwerkzeug bis auf ein Maximum. Standing ovations! Nun darf der Chor Scala einen modernen Hit aus Belgien präsentieren. DJ Regi schrieb den Vocalhouse Track `Elegantly Wasted´, der beim Publikum gut ankommt.

Der Filmmusik folgte das erste Klassikstück mit Tschaikowskis Blumenwalzer aus "Der Nussknacker", bei dem das Orchester einen mal direkt vorführte, wie musikalisch stark es ist. Maria Mena war dann auch der erste Gastmusiker, der sein kleines Set präsentieren durfte. Neben dem allseits bekannten "All This Time" (übrigens überraschend schwach in diesem Kontext) bestand es aus der aktuellen Single und "Just Hold Me", die beide deutlich besser im Orchesterarragement umgesetzt wurden. Maria's Stimme aber ist über jeden Zweifel erhaben und man bzw. ich höre ihr einfach sehr gerne zu.
Sehr niedlich war auch, dass sie (die laut eigener Aussage nur wenige deutsche Worte kann) das Publikum mit einem akzentfreien "Hamburg - meine Perle" begrüßte, womit sie das Publikum natürlich direkt auf ihre Seite zog.
Nach den ersten Popstücken ging es zurück zur Klassik, genauer gesagt zum ersten Auftritt des Klassik-Solisten. Es gibt nicht viele Stücke aus diesem Genre, die mir zusagen, aber spätestens seit Paul Potts kann man ohne Umschweife zugeben, dass "Nessum Dorma" schon ne ziemlich große Nummer ist über dessen Auftauchen in der Setlist ich mich auch sehr freute. Der Tenor Fernando Varela sorgte mit einem starken Vortrag für den ersten Gänsehautmoment des Abends. Beeindruckend (wenn auch für Tenöre nicht ungewöhnlich) fand ich es zudem, dass er auch ohne Mikrofon locker bis in den Oberrang vordringt. Sein später folgendes Duett mit einer der Backgroundsängerinnen war dagegen nicht so meins.

© Marcus Wadle / dreamteampics.be

Gefolgt vom U2 Klassiker `With or without you´, betritt John Miles die Bühne. Seine Interpretation von Miley Cyrus `Wrecking Ball´ wird vom Publikum gefeiert und ist ein starkes Lead-in für den nun folgenden, deutschen Shootingstar.

Johannes Oerding ist ein Vollblutmusiker. Er lebt und liebt die Musik. Der Titel `Alles brennt´ macht Lust auf mehr. Sein größter Hit gehört auf jeden Fall in die Setlist und wurde vom Publikum begeistert aufgenommen.

Das Bocelli Duett `Vivo per lei´ hingegen ist wunderschön anzuhören, aber es plätschert bzw. zerfließt seicht von der Bühne. Gerade an dieser Stelle wäre ein Duett Oerding / Varela wertvoll gesesen. In Antwerpen gab es ein fullminantes Finale namens `Uptown funk´. Die Halle hätte vor Begeisterung ihr Dach verloren und Oerding und Varela wären zu den Göttern aufgestiegen. Man darf ja mal träumen.... (siehe Video `Uptown funk´)

Es folgten - zunächst mit jeweils nur einem Titel - zwei Männer, die beide schon zusammen mit Joe Cocker auf Tour waren. Zunächst Mr. Proms (also John Miles höchstpersönlich), welcher einer Tradition zu Folge einen aktuellen Popsong coverte. In diesem Jahr handelte es sich dabei um "Wrecking Ball". Auch dazu bleibt einem nur die Feststellung, dass die Version sehr stark war (besonders die orchestralen Parts im Refrain).


Und dann gab es den Auftakt des Heimspiels für Johannes Oerding mit "Alles brennt", welches ebenfalls gut mit Orchester harmonierte. Allerdings bin ich der Meinung, dass es sicher geeignetere Stücke für diese Zusammenkunft aus Pop und Klassik in seinem Repertoire gibt.

© u.a. Marcus Wadle


Es gibt Momente bei den Proms, da möchte man die Zeit anhalten, die Welt umarmen und vor positiven Emotionen zerspringen. Ein Raunen geht durch die Arena, als das Orchester die legendäre Böttcher Filmmusik zu `Winnetou´ anspielt. Eine schöne Idee zum Tode von Pierre Brice, gereift an einam Sonntagnachmittag in München. Danke Karen, danke Dirk für diese umgesetzte Idee. Genial!!! (Offtopic: Mein o.g. Patenkind kannte Winnetou überhaupt nicht und in Benelux sind weder Filme noch die Musik bekannt. RTL wird 2016 eine neue Fassung von Winnetou im TV präsentieren.)

Rauf von den Stühlen, die epileptische Windmühle kommt auf die Bühne. Andy McCluskey ist eine Rampensau par excellence. Sine Stimme und Dynamik wie vor 100 Jahren beeindruckend. OMD gehören zur Promsfamilie wie Simple Minds, Roger Hodgson oder Alan Parsons. Es gibt kleine Änderungen zum Programm 2006 in Deutschland: Das Medley wurde geändert (`Souvenir´ und `If you leave´ raus - Talking loud and clear rein), und leider wieder kein `Enola Gay´. Dafür bekommt Paul Humphreys, das zweite Standbein von OMD, seinen Einsatz beim Song `Forever live and die´. Zudem wird wieder die Milchstraße besucht. Mit oder ohne `Enola Gay´, einen Song den jeder kennt, aber kein Charterfolg in Deutschland war, die Halle bebt. Die Halle bebt beim Song `Sailing on the seven seas´. Andy McCluskey lässt das Publikum nicht mehr los. Terrierartig beißt er sich fest und verbreitet einen bisher ungeahnte Endorphineschub. Ein Meisterwerk mit Orchester und ein geniales Finale zur Pause.



Anschließend war wieder das Orchester instrumental gefordert mit einer Hommage an den verstorbenen Pierre Brice, sprich als weiterer Filmmusikpart des Abends wurde die Winnetou-Titelmelodie performt.


Die erste, sehr kurzweilige, Hälfte der Veranstaltung beschlossen dann die beiden Herren, auf die ich mich so freute. Und Paul Humphreys und Andy McCluskey von OMD bestätigten diese Vorfreude mehr als eindrucksvoll.
Sie starteten mit ihrem Megahit "Maid of Orleans" (meistverkaufte Single in D 1982), welcher sowieso schon einer meiner absoluten Lieblingssongs der 80er ist und in diesem Arragement (welches ich im übrigen schon von der CD von dessen ersten Auftritt bei dem Proms kannte - live ist aber wie wir alle wissen ne ganz andere Hausnummer) noch so viel genialer rüberkommt. Schon ab den ersten Tönen herrschte endlich auch mal gute Stimmung in der Arena (zuvor war es doch merkwürdig ruhig).
Die Songs des sodann präsentierten Medleys waren ebenso gut gewählt (Talking Loud and Clear, Forever live and die und noch eins *G) und zusammen mit Orchester einfach nur klasse - deren NewWave passt aber irgendwie auch wie die Faust aufs Auge für die Zusammenarbeit mit Klassikeinflüssen. Für mich besonders war dieses Medley aber, weil es mit dem von mir so geliebten "Walking on the Milky Way" endete, welches ich nun endlich live erlebte (beim Konzert 2013 wurde es ausgelassen).
Mit "Sailing On The Seven Seas" brannte die Bude dann richtig. Nun aber stand ausnahmslos jeder in der Halle und jubelte den Briten und dem Orchester vollkommen zurecht zu. Ein geniales Finale der ersten Proms-Hälfte.

Die Ankündigung im Programmheft, dass OMD im Herbst 2016 wieder auf Deutschland-Tour gehen, war dabei noch das Tüpfelchen auf dem I.

© u.a. Marcus Wadle


Nach der Pause folgte die starke Ouvertüre 1812. Wer in Antwerpen das Konzert erleben konnte, wird den Unterschied der Interpretation zwischen dem Dirigenten Robert Groslot und der Dirigentin Alexandra Arrieche bemerkt haben.

Sehnsuchtsvoll haben wir auf den zweiten Teil von Johannes Oerding gewartet. Nun sollte es soweit sein. Für uns unerwartet rutschete der Soul/Funk Song `Traurig aber wahr´ ins Programm. Eine positive Überraschung! Der Groove, der Spaß und die Leichtigkeit des Songs steckt das Publikum an. Schade nur, dass ein Konzert nicht bis 24:00 Uhr gehen kann. Das orchestrale Meisterwerk `Wenn Du lebst´ von der aktuellen CD, wäre noch ein Traum gewesen.




Farela nutzte die zweite Hälfte, um seine neue CD zu präsentieren. Der Song `Vivere´ist modern und gut. Einen zweiten Klassiker a la `Granada´, `Caruso´, `Dein ist mein ganzes Herz´ oder ein Werk von seinem Mentor David Foster (u.a. Peter Cetera, Michael Buble, Josh Groban), oder seine bekannten Konzertinterpretationen von Coldplay, gab es leider nicht mehr zu hören. Ein weiteres Luxusproblem bei den Proms 2015! Es geht halt nicht alles. Oder wie es der Veranstalter ausdrücken würde: "Too many hits, too little time".


Zeit nimmt sich hingegen John Miles jedes Jahr für seine Hymne `Music´. Der Song ist und bleibt unentbehrlich. Dagegen wurde auf die `diebische Elster´, `Land of hope´ oder `Zarathustra´ verzichtet. Gut so!


Scala und die Kolacny Brothers konnten im Anschluss, meiner Meinung nach, überhaupt nicht zünden. Der Song `Auf uns´ mit seinen Tempiwechseln und der seicht, eleganten Interpretation, ließ die ersten Klatscher an der Hook krepieren. Sicher eine gute Idee vor der Tour, aber der Song hätte ersetzt werden müssen, sollen, können,... Ihr großer Welthit(!) “Creep” oder das auf vielen Konzerten zum Ende beliebte `Black horse´ wurden im Line-up nicht berücksichtigt.


Nach der für meinen Geschmack etwas zu langen Pause (die man aber gut dazu nutzen konnten schonmal Gedanken für den Blog zu verfasen *g) durfte dann das Orchester zunächst wieder ohne Gesang seine Klasse beweisen, was sie erneut mit einem Werk von Tschaikowski taten. Die "Ouvertüre 1812" kann man im Übrigen auch kennen und war direkt wieder ein gelungener Startschuss in den 2. Part, der gesanglich dann vom 2. Auftritt von Johannes Oerding eröffnet wurde.

Für Teil 1 hatte ich die Songauswahl noch leicht kritisiert und Teil 2 sollte zeigen, dass es in der Tat bessere Songs für diese Zusammenkunft gibt. Vom Arragement her war "Traurig, aber wahr" (eine Nummer, die derweil gar nicht so bekannt ist und etwas überraschend im Set auftauchte) meines Erachtens das Highlight des Abends. Das Orchester konnte dabei alle seine Facetten zeigen und präsentierte sich im Big Band-Style, der diesem Track äußerst gut zu Gesicht stand. "Heimat" hingegen war fast schon eine logische Wahl als Finale und bot wenig Überraschungen. Nichtsdestotrotz ein würdiges Ende seines Parts.

Folgend durfte dann auch Tenor Francesco Varela noch ein finales Stück, genauer gesagt seine aktuelle Single "Vivere" präsentieren. Diese war unerwartet poppig, im Chorus brachte er jedoch auch wieder seine Klasse als Tenor zur Geltung. Diese Mischung machte den Song besonders und hörenswert.

Dann endlich folgte DER Song der Proms, eine der vielleicht schönsten Liebeserklärungen überhaupt an die Musik: "Music" von John Miles. Es war ein absoluter Traum diesen Song endlich mal live zu erleben und der nächste Gänsehautmoment.

Auch Scalas letzten Auftritt bewerte ich etwas zwiegespalten, was nicht nur daran lag, dass sie sich die im Vorjahr totgedudelte sogenannte WM-Hymne vom Bourani vornahmen. Handwerklich war das zwar gut gemacht und ne nette Abwechslung zum Original. Man merkte aber auch eindeutig wie leicht berechenbar und damit auf Dauer öde der Stil von Scala ist.


Die Proms gehen mit der Zeit. Eine Idee aus dem Konzert in Belgien wurde für die deutsche Tour übernommen und etwas abgeändert. Der Party Mix mit sieben Housetracks der vergangenen 16 Jahre ist gut bestückt. Neben harten Songs `Intoxicated´ und `Kernkraft 400´, sind gerade `Summer´ und das in den deutschen Charts nicht sehr erfolgreiche `Sun is shining´ eine schöne Abwechslung mit ordentlich Bass und guten Samples. Bitte mehr davon! Warum die Moderation von "aktuellen Hits aus dem Jahr 2015" spricht, bleibt ein Rätsel. Nichtdestotrotz, mein Patenkind ist begeistert. Me too!

Patrick De Smet bietet dieses Jahr ein sehr abwechslungsreiches Medley aus beliebten klassischen Werken. Von `Tetris´ bzw. `Korobeiniki´ bis `Morgen kommt der Weihnachtsmann´ bzw. `Ah! vous dirai-je, maman´wurde ein abwechslungsreicher und kurzweiliger Auftritt geboten.



Die legendären Beach Boys schließen die Show ab. Nach einem unspektakulären Start mit dem Song `Do it again´ steigert sich die Show zu einer gewaltigen Party. `Barbara Ann´ und `Surfin´ USA´ reißen auch die letzten Skeptiker von den Stühlen. Die Herren sind Mitte 70, singen live immer noch beeindruckend, nur mit der Beweglichkeit hapert es ein wenig. Vermisst wurden die Songs `California girls´, welches Katty Perry auf ihre Weise 2010 wiederbeleben konnte und der Hit `Fun Fun Fun´, mit welchem die Beach Boys die letzten Jahre ihre Konzerte beendet haben.

Zum großen Finale kommen alle Stars der Show auf die Bühne und zelebrieren `Good vibrations´. Passt nicht 100% zur Stimmung der Besucher, da der Song in sechs unterschiedlichen Segmenten aufgeteilt ist (1. Strophe, Refrain, 1. episodenhaftee Exkurs , 2 episodenhafte Exkurs, Retro-Refrain). Da wird der Zuhörer noch einmal qualitativ hochwertig gefordert!



Wir haben nach den Schwierigkeiten der Künstlerpräsentation im Sommer auf eine gute Show gehofft und schlussendlich nun bekommen. Voller Dankbarkeit ziehen wir den Hut (und die Blumenketten wieder aus). Liebe deine Proms. Wir tun es!


Auf diesen Traum folgte jedoch der wohl unnötigste, wenngleich durchaus spannende Teil der diesjährigen Proms. Das Orchester hatte sich vorgenommen einige Dancenummern aus den Charts ein wenig in ihre Welt zu überführen, was von den Ansätzen durchaus gut war (vor allem bei Calvin Harris' "Summer"), aber ingesamt viel zu sehr von den Beats überlagert wurde. Bei den jüngeren Leuten im Publikum kam dieser Part dagegen recht gut an.



Der finale Solopart des Orchesters war dagegen wieder sehr cool. Im Stück "Comedians Galop No.2" werden diverse genrefremde Stücke eingebunden, die dann auf Xylophon vorgetragen werden. Konkret waren dies z.B. "Morgen kommt der Weihnachtsmann" und "Korobeiniki" (das ist übrigens die Tetris-Melodie - hätte ich vorher niemals gewusst, dass die Melodie ein 150 Jahre altes klassisches Stück ist).

Der letzte Auftritt gebührte echten Pop-Legenden (u.a. Grammy-Gewinner): die legendären Beach Boys aus Kalifornien surften auf die Bühne. Diesen als Hauptact die längste Zeit des Abends zu überlassen fand ich im Vorfeld etwas schade, aber trotz teils schwacher Stimme und Texthängern, die man wohl vor allem aufs Alter zurückführen kann, lieferten die Amerikaner eine wirklich gute Show.
Zu meinem eigenen Erstaunen kannte ich sogar alle 8 Songs, noch erstaunlicher jedoch fand ich wie ausnahmslos diese Songs im Orchesterarragement funktionierten (vor allem "I Get Around").
Da ich einen leichten Faible für englischsprachige Musik der 60er habe, habe ich diesen Auftritt jedenfalls genossen und bin sehr froh diese Band live erlebt und einige dieser Klassiker live gehört zu haben.
Das Grande Finale mit allen Künstlern auf der Bühne war hingegen leider etwas enttäuschend, "Good Vibrations" kamen da leider nicht ganz auf (insgesamt die Stimmung auch schwächer als bei OMD). Ich hätte mir als Finale wie früher üblich "Land of Hope and Glory" oder einen Beatles-Song gewünscht.

Trotz dieses etwas faden Endes bleibt aber die Erkenntnis, dass es ein wirklich toller, kurzweiliger Abend war, der gerade durch diese vielen verschiedenen Musikrichtungen und die Länge der Veranstaltung jeden Euro wert war. Ein schöner bunter Strauss Musik mit wenigen welken Nelken und vielen glänzenden Rosen.

© Revierfoto

Belgien / Niederlande 2015

Die Konzerte in Antwerpen & Rotterdam

Am Freitag, den 13.11.2015 wurde die Premiere der Night of the Proms in Antwerpen zelebriert. Viele langjährige Freunde der Night of the Proms waren von den zahlreichen Neuerungen in Antwerpen im Vorfeld überrascht. Neue Orchesterleitung, neuer Chor, neue Backgroundsänger/-innen, neuer Moderator,... alles neu im Jahr 2016 in Belgien. Umso mehr zog es uns zur Premiere nach Belgien. Auch 2015 gab es keinen herausragenden Top Act, sondern die Show in Gänze und besonders das fulminante Finale wurden gefeiert.

Euer Informationspool: CHRONIK 2015, TWITTER, INSTAGRAM, SPOTIFY, SETLIST, LIVE

Der Chor Scala begann mit Natalie Imbruglia und dem wunderschön inszenierten Main Titel aus dem Film `Die Tribute von Panem´. Ein prächtiger Auftakt 2015! Danach wirkten die wunderschönen Damen eher unnahrbar und kühl. Ihre großen Welterfolge `Creep´ und `Black horse´ wurden im Line-up nicht berücksichtigt. Dafür gab es den sehr ruhigen U2 Klassiker `With or without you´ und den modernen DJ Regi Houstrack `Elegantly Wasted´. Gut!

Luxembourg, Holland und Deutschland dürfen sich auf den Classic Act 2015 freuen. Fernando Varela ist ein begnadeten Tenor aus den Staaten von Amerika. Sein `Nessun Dorma´ wurde wahrhaft zelebriert. Standing ovations! Die weiteren Werke waren eher ruhig und auf Benelux abgestimmt. So ist der Song `Verita´ ein Megahit für den niederländischen Künstler Marco Borsato gewesen (siehe Video zu `De Waarheid´). In Deutschland ist der Song eher unbekannt. Die Songauswahl machte es Fernando nicht möglich, ein gefeierter Tony Henry (Proms 2006) zu werden. Dazu fehlt ein `You Raise Me Up (Por ti sere)´, ein `Caruso´, ein `Granada´ oder auch seine oftmals dargebotenen, modernen Konzertwerke von Coldplay oder Peter Cetera. Nichtdestotrotz, ein wahrer Glücksgriff für die Proms!

Bereits im August 1995 versuchten die Organisatoren, Joe Jackson für die Night of the Proms in Belgien zu verpflichten. Er sagte leider direkt ab. Genau 20 Jahre später wurde nun aus dem Plan die Wirklichkeit. Wir erlebten ein intimes Privatkonzert in der zweitgrößten Halle Europas. Leider überzeugte Joe Jackson bei diesem Experiment nicht mit einem Up-tempo Song. So verkam sein `Steppin´ out´ zu einem schönen, aber sehr tragischem Glockenspielszenario. Seinen erwarteten Welthit ´You Can't Get What You Want´ wurde gar nicht angestimmt. Ruhig feiern konnten die Hardcorfans das wunderbare `Is She Really Going Out With Him?. Die Mischung oder wenigstens die Teilung seiner Songs in zwei Blöcke wäre der Erfolg gewesen. Unsere Meinung...

Ein weitererer Bühnengast 2015 war Gavin DeGraw. Er ist ein amerikanischer Sing & Songwriter und hatte das Publikum fest im Griff. Seine drei, in Deutschland eher unbekannten Hits, und besonders seine aktive Bühnenshow wurden intensiv gefeiert. Besonders sein Song `Not over you´ überzeugte ohne Einschränkung.

Natalie Imbruglia lieferte ebenfalls ein Top-Leistung auf der Bühne in Antwerpen ab. Ihr Songs sind, wie ihre Schönheit, weiterhin zeitlos. Wenn Sie nur noch einen weiteren Megahit in ihrer Karriere gehabt hätte!

Zudem stand das britische Electronic-Dance-Music-Duo Basement Jaxx auf der Bühne. Die Damen gaben ihr Bestes und das Publikum saugte die wahrhaft glitzernde Show auf. Unser Geheimtipp zündete nicht und wir erlebten keine imaginäre Rückkehr der Pointer Sisters in Gestalt der Sängerinnen von Basement Jaxx (Pointer Sisters Flashback 2.0, Video).

Eine Veränderung gab es, wie angekündigt, im Bereich der Moderation: Der bisherige Gastgeber der Proms Carl Huybrechts, verabschiedete sich nach 30 starken Moderationsjahren von den belgischen und niederländischen Proms. Der Staffelstab wurde leider nicht aktiv auf der Bühne übergeben. Die Show wurde vom neuen Moderator Kobe Ilsen geleitet. Er arbeitete hart und fleißig an diesem Abend. Ein guter Start!

Nach Amy Winnehouse 2011 nimmt sich John Miles dieses Jahr erneut einen modernen Song vor. Dieses Jahr ist es der Welthit `Wrecking ball´ von Miley Cyrus. Und: Es funktioniert!!! John Miles rockt die Halle und es ist eine Wohltat zum Auftakt des fulminanten Abschluss!. Leben kehrt in den Sportpalais zurück!

Zum Glück konnte Veranstalter Jan Vereecke noch DJ Regi im Herbst für die Proms verpflichten. Sein Party Mix mit teilweisen, extremen Housetracks (z.B. der Remix `Heads Will Roll´ von Yeah Yeah Yeahs) zum Abschluss, ließen die Konzerthalle beben. Ein geglücktes Experiment. Chapeau vor diesem Wagnis!

Und dann der Schluss: Atemberaubend, treibend, gigantisch! Das Dopamin schoss durch die Venen der Zuschauer und der Megahit `Uptown Funk´ wurde von fast allen Künstlern zum Finale zelebriert. Es war für uns das beste Promsfinale überhaupt. Glückstrugend stehen wir minutenlang im Stehplatzbereich und können es nicht fassen. Genau so wenig wie die Anschläge von Paris, die wir gar nicht mitbekommen haben...

pictures by dreamteampics.be

Schweden & Polen 2016

Zucchero & Simple Minds 2016

Nächstes Jahr kehrt der Promstross nach Polen (12. März 2016) und nach Schweden (19. März 2016) zurück. Erste bestätigte Künstler sind: Zucchero, Simple Minds, Lisa Stansfield, John Miles, Jill Johnson (Schweden) und Blue Cafe (Polen). Beide Konzerte finden unter der Leitung von Dirigent Robert Groslot statt. Das Konnzert in Schweden findet im Fußballstadion `Friends Arena´ statt.

Måns Zelmerlöw hat den Eurovision Song Contest 2015 in Wien gewonnen. Måns führte bereits 2012 durch die Promsshow 2012 in Schweden und sang zudem seinen Eurovision Song Cara mia aus dem Jahr 2007 (siehe Chronik 2012). Wir Promsfans wünschen ihm weiterhin viel Erfolg und würden ihn auf der Promsbühne gerne wieder erleben. Bitte mit der genialen Bühnentechnik... Foto © Stefan Johansson

Polen 2015

Erstes Konzert 2015 in Polen

Das Konzertjahr der Night of the Proms startete dieses Jahr am 21. März in Polen. Am Samstag wurden Katie Melua, Kim Wilde, Mark King (Level 42) und Tony Henry in der ausverkauften Arena von Lodz gefeiert. Aus Polen gesellten sich Grzegorz Skawinski (Kombii) und Rafal Brzozowski dazu. Auch 2016 wird es wieder ein Konzert geben: TICKETS 2016.

In der Chronik 2015 findet Ihr erste Fotos, Kommentare und die Orginal Setlist.

© Kurt Jacobs

DVD Night of the Proms

DVD Vol.6 rockt!

Die 6. DVD der Night of the Proms ist im Herbst 2013 erschienen. 20 starke Konzertvideos wurden für den Proms Sampler zusammengestellt. Den Grundstock der DVD bilden Videos aus den letzten beiden Konzertjahren (2012 - 5 Tracks, 2011 - 4 Tracks). Es befinden sich in Summe 12 bisher unveröffentlichte Tracks. Diese Werke wurden weder als MP3, auf DVD oder CD veröffentlicht!

Die Highlights: Anastacia, James Blunt, Seal, John Miles, Fine Fleur und die beiden Hymnen von Sinead O´Connor. Leider wurde das Battle zwischen Orchester Il Novecento und Naturally 7, wahrscheinlich aus rechtlichen Gründen, nicht berücksichtigt. Auch Mick Hucknall ist leider mit keinem Hit von Simply Red vertreten.

Weitere Kaufentscheidungen: Die Welthits von Cliff Richard, Joe Cocker, Nile Rodgers und Tears For Fears. Sogar der gefeierte Überraschungsgast Barry Hay in Antwerpen und Rotterdam 2010 ist mit seinem zweiten Werk `When the lady smiles´ dabei. Das Programm von Chrissie Hynde, Barry Hay, Coolio, Ike Turner und Kid Creole ist nun komplett auf den DVDs der Proms zu finden. Mission completed!

Nach den jahrelangen Bemühungen um die Rechte von Sinead O´Connor, ist es den Machern der DVD nun gelungen, gleich zwei Werke aus dem Jahr 2008 auf die DVD zu pressen. Das einzigartige `Troy´ ist eine seltene Perle der Musikgeschichte.

Trackliste DVD Vol.6:

  Interpret Titel Jahr Zeit
         
01 Anastacia I´m outta love 2012 04:12
02 Mick Hucknall That´s how strong my love is 2012! 03:56
03 Sinead O´Connor Nothing compares to you 2008 05:18
04 Cliff Richard We don´t talk anymore 2010 04:55
05 Joe Cocker You are so beautiful 1996! 03:00
06 Chrissie Hynde Brass in pocket 2000 03:05
07 Ike Turner Proud Mary 2006 06:25
08 Barry Hay (Golden Earring) When the lady smiles 2010 05:15
09 Naturally 7 While my guitar gently weeps 2012 04:53
10 Il Novecento Toccata & Fuge 2012 04:05
11 Igudesman & Joo Riverdance 2008 03:50
12 Il Novecento Romeo & Julia 2007 03:45
13 John Miles Angel 2012 05:05
14 Fine Fleur Rolling in the deep - Agnus dei 2011 03:39
15 Alison Moyet That ole devil called love 2011 03:32
16 James Blunt You’re beautiful 2011 03:45
17 Sinead O´Connor Troy 2008 06:50
18 Nile Rodgers & CHIC Le freak 2011 05:18
19 Seal Crazy 2011 06:42
20 Tears For Fears Shout 2006 06:33


Interessant: Aus dem Jahr 2009 wurde kein weiterer Song veröffentlicht (z.B. Roxette). Auch wesentliche Künstler wie Donna Summer, David Garrett oder Mr. James Brown sind bisher nur einmal auf einer Proms DVD zu erleben. Aus den Jahren 1991 bis 2004 sind auf der 6. DVD nur noch zwei `Oldies´ (Joe Cocker, Chrissie Hynde) zu finden. Der Fokus liegt eindeutig auf den letzten 3 Konzertjahren. Ganze 12 Tracks stammen ausschließlich aus den Jahren nach 2010. Die sechste Ausgabe ist mit 94 Minuten die kürzeste Proms DVD überhaupt. Leider fehlen weiterhin die ersehnten Songs von The Jacksons, John Fogerty, Grace Jones, Macy Gray, Robin Gibb oder auch Shaggy.

Bestellmöglichkeiten u.a.:
Proms Shop (Deutschland), Proms Shop (Belgien), Amazon Europe, Amazon U.S.A.



Interview

Das große Interview mit John Miles

In der Rubrik Interviews haben wir nun unser Gespräch mit John Miles veröffentlicht. Lest über die Anfänge John Miles bei den Proms. Seine Meinungen zu Künstlern wie Christopher Cross, Jessie James, James Morrisson oder Stevie Wonder. Mr. Musik gibt Einblick in die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Andrea Bocelli oder Mark King von Level 42 .

Zum Abschluss des Interviews hat er sich die Fanpage Wunschliste angeschaut. Auf der Liste stehen die Songs, welche Ihr gerne einmal live bei den Proms von ihm hören würdet (siehe Wunschliste). Was sagt er zu den Songs von David Bowie, Metallica oder Peter Gabriel. Kann er sich vorstellen, dieses Songs mit den Proms einmal aufzuführen? Viel Spaß beim Lesen!

Lest nun das Interview:


Proms 2015/2016

Die Konzertdaten 2015/2016

Datum Tag Uhr Land Ort Arena Tickets
             
21.03.15 Sa 19:00 PL Lódz Atlas Arena TICKETS
             
13.11.15 Fr 20:30 BE Antwerpen Sportpaleis TICKETS
14.11.15 Sa 20:30 BE Antwerpen Sportpaleis TICKETS
20.11.15 Fr 20:30 BE Antwerpen Sportpaleis TICKETS
21.11.15 Sa 20:30 BE Antwerpen Sportpaleis TICKETS
             
27.11.15 Fr 20:00 NL Rotterdam Ahoy TICKETS
28.11.15 Sa 20:00 NL Rotterdam Ahoy TICKETS
             
30.11.15 Mo 20:00 LUX Luxemburg d'Coque TICKETS
01.12.15 Di 20:00 DE Frankfurt Festhalle TICKETS
02.12.15 Mi 20:00 DE Frankfurt Festhalle TICKETS
03.12.15 Do 20:00 DE Hannover TUI Arena TICKETS
04.12.15 Fr 20:00 DE Hamburg O2 World TICKETS
05.12.15 Sa 20:00 DE Hamburg O2 World TICKETS
06.12.15 So 18:00 DE Bremen ÖVB Arena TICKETS
08.12.15 Di 20:00 DE Berlin O2 World TICKETS
09.12.15 Mi 20:00 DE Erfurt Messehalle TICKETS
11.12.15 Fr 20:00 DE München Olympiahalle TICKETS
12.12.15 Sa 20:00 DE München Olympiahalle TICKETS
13.12.15 So 15:00 DE München Olympiahalle TICKETS
15.12.15 Di 20:00 DE Stuttgart Schleyerhalle TICKETS
16.12.15 Mi 20:00 DE Mannheim SAP Arena TICKETS
17.12.15 Do 20:00 DE Dortmund Westfalenhalle TICKETS
18.12.15 Fr 20:00 DE Köln Lanxess Arena TICKETS
19.12.15 Sa 20:00 DE Köln Lanxess Arena TICKETS
20.12.15 So 18:00 DE Oberhausen Arena TICKETS
             
12.03.16 Sa 19:00 PL Lódz Atlas Arena TICKETS
19.03.16 Sa 19:30 SW Solna (Stockholm) Friends Arena TICKETS
             
10.11.16 Do 20:30 BE Antwerpen Sportpaleis TICKETS
11.11.16 Fr 20:30 BE Antwerpen Sportpaleis TICKETS
             
19.11.16 Sa 20:00 NL Rotterdam Ahoy TICKETS
          Daten unter Vorbehalt  

© u.a. Marcus Wadle

USA 2014 / 2016

Großer Erfolg in den USA

© Nelson Chenault

Es ist vollbracht. Die Premiere der Night of the Proms in Dallas ist mehr als geglückt. Das Publikum war überraschend enthusiastisch. Eine perfekte Moderation von Carl Huybrechts, die einzigartigen Pointer Sisters als erster Act, die bombastische Natalie Choquette, ein Massenbühnensturm bei Nile Rodgers. Wo fängt man an, wo hört man auf?

Hinter den Kulissen war man sehr zufrieden mit der Show. Der Ticketverkauf muss gesteigert werden und der Name `Prom´ steht in Amerika wahrlich nicht für Europas große Leidenschaft. Nichtdestotrotz wird der Promstross 2016 mit geplanten 40! Konzerten in den Staaten von Amerika zurück erwartet. Erste namhafte Künstler werden bereits gehandelt...

Lest einen ausführlichen Konzertbericht in der Chronik 2014 USA

© Nelson Chenault


Interview


"Mensch, Du hast Recht, das ist grandios. Mach´s kaputt"

Das Interview mit Dirk Hohmeyer

Zum Frühstück im Hotel Pullmann in Köln verabredeten sich Dirk Hohmeyer und Stephan von der Fanpage. Ein kleiner Austausch in Sachen Proms reifte zum ausgiebigen Gespräch. Nach starken 2,5 Stunden wurden die Protagonisten höflich und bestimmt aus dem Frühstücksraum herauskomplimentiert...

Lest nun das Interview zu den Themen Vergangenheit (Entstehung der Proms in Deutschland, Einstieg Dirk Hohmeyer, der NOKIA Deal,...) Gegenwart (Aktuelle Künstler, CD,...) und Zukunft (Aussagen zu weiteren deutschen und europäische Überlegungen). Zum Abschluss folgt die Schicksalsfrage...

Stephan: Die Proms feiern ihren 20. Geburtstag in Deutschland. Wann hast du die Night of the Proms zum ersten Mal wahrgenommen und was war deine Einstiegsdroge?

Dirk: 1993 und 1994 hatte ich von vielen Seiten über ein Phänomen gehört, die mich veranlasst haben, im Oktober 1994 nach Dortmund zu fahren. Das erste Konzert in der Westfalenhalle war bei weitem noch nicht das, was man heute unter der Night of the Proms versteht. Es war eine tolle Veranstaltung. Die Bühne war weit in der Mitte aufgebaut und die Halle trotzdem nicht voll. Es waren sehr viele Belgier da, um Stimmung zu machen. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass Jan und Jan belgische Soldaten, die damals in Dortmund stationiert waren, eingeladen haben und auch Busse auch aus Antwerpen angekarrt wurden. Ich fand es alles sehr faszinierend und habe nach dem Konzert im Backstage meine Avancen gemacht. Ich werde nie das eingefrorene Gesicht von Jan Vereeckes vergessen, als er meine Visitenkarte von MAMA Concerts gesehen hat.

Es waren viele Veranstalter da, aber ich war offensichtlich der einzige, der seine Avancen gemacht hat. Viele sind früher gegangen, wohl nach dem Motto "Das kannst Du eh knicken, das bekommen wir in Deutschland nicht umgesetzt". Wie wir im Nachhinein wissen, hat dieser Tag anschließend mein Leben verändert.

Wie ging es nach Deinem ersten Konzerterlebnis 1994 weiter?

Wie gesagt, war ich damals bei MAMA Concerts angestellt. Nach dem Konzert bin ich mit diesem großartigen, erfrischenden Erlebnis ins Büro gekommen,und habe allen erzählt, was ich für ein tolles Konzert gesehen habe, das extrem ausbaufähig wäre, und dass die Veranstalter aus Belgien Partner suchen würden. Die Antwort des Gremiums bei MAMA Concerts, also des Direktorenmeetings war: "Weißt du was, die Belgier haben auch keine Gartenzäune, und der Deutsche empfindet die Klassik auch sehr erfürchtig, also das funktioniert nicht. Lass uns lieber um wesentliche Sachen kümmern." Es war ein enttäuschender Moment, und die negative Entscheidung musste ich nun Herrn Vereecke, wir waren da noch per Sie, mitteilen. Jan Vereecke ist der Vater der Night of the Proms in Belgien und spricht recht gut Deutsch. Ich sagte ihm: "Herr Vereecke, ich glaube an diese Sache, aber leider Gottes die Firma nicht. Aber wenn Sie noch Hilfe brauchen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.“

Welche Aufgaben hattest Du damals bei MAMA Concerts?

Ich war so eine Art Libero. Ich habe mich um Marketing, Sponsoring und Neuigkeiten aus der Branche gekümmert. Der Bereich Sponsoring wurde damals immer wichtiger. VW fing damals an, mit den Künstlern von Genesis (Anm. der Red. Auto: VW Polo II / Tour: The Way We Walk) und Pink Floyd (Anm. der Red.: Aut: VW Golf III / Tour: The Division Bell Tour) ihre Autos neu zu vermarkten. Ich hatte damals keine speziellen Geschäftspartner, sondern wurde in die Geschäftsfelder im Unterhaltungsbereich gesteckt, die möglicherweise zukunftsweisend für die Firma hätten sein können. Marcel Avram zum Beispiel, hatte damals noch die große Hoffnung, Siegfried und Roy auf Tournee zu bringen. Zudem hatte ich die Freude, auch mit Fritz Rau zu arbeiten. Ich habe ein paar Details bei der Entwicklung von Tabaluga mitgemacht und die Medienkooperationen verbessert. Immer unter dem Leitsatz "Halt die Ohren auf!". Und so kamen auch eines Tages die Proms dazu.

Die Väter der belgischen Proms Jan & Jan wurden vor MAMA Concerts und seinem berühmten Konzert-Promoter Marcel Avram mit den Worten gewarnt: „Vorsicht in Deutschland vor Marcel Avram! Wenn Sie ihm eine Hand geben, greift er den ganzen Arm“. Und trotzdem wurdest du bei MAMA ein Jahr später von den Organisatoren der Proms angerufen...

Genau, denn es war Folgendes passiert: Es war damals eine deutsche Toncrew bei der Night of the Proms in Antwerpen unter Vertrag. Das Tonabnehmersystem aus Deutschland war damals einzigartig und zudem das beste System auf dem Markt. So hatten die Jannens eine deutsche Toncrew aufgrund dieses Tonabnehmersystems.

Die Problematik 1994/1995 bestand darin, dass kein deutscher Veranstalter an die Proms glaubte. Der Chef der Tonfirma (Christian Thiele) wohnte in München und bot an, obwohl kein Veranstalter, aber zumindest Teil der Proms-Familie, die Konzerte in München zu organisieren, wenn Jan und Jan weiterhin Dortmund aus Antwerpen fernsteuern. Dieser Christian Thiele ist an einem Sonntag 1995 mit seinem Hund spazieren gegangen und ist dabei leider an einem Herzinfakt gestorben. Jan und Jan wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, was er für das Konzert in München vorbereitet hat.

Hingegen wusste Jan aber, dass auch ich in München lebe, ich gut vernetzt bin und Interesse habe. Er rief mich mit den Worten an: "Herr Hohmeyer, können Sie uns helfen, wir wissen nicht was Herr Thiele organisiert hat. Ist die Halle gemietet? Gibt es Medienpartnerschaften, was hat er gemacht?"

Ich kannte die Witwe, habe natürlich eine gewisse Zeit gewartet, und habe ihr die Probleme geschildert. Wir haben dann gemeinsam seinen Schreibtisch durchsucht und eine Reservierungsbestätigung gefunden. Ich betone nochmal eine Reservierungsbestätigung der Olympiahalle, sonst nichts. Zudem habe ich drei, vier Radiostationen angefragt, ob sie schon einmal etwas von dem Proms Konzert gehört haben - nein. Der nächste Schritt war die Olympiahalle. Es gab, wie gesagt, noch nicht einmal einen Mietvertrag, aber es gab eine Reservierungsbestätigung. In der Zentrale von MAMA Concerts habe ich das Thema dann noch einmal angesprochen und den Kollegen deutlich gemacht, dass ich gerne die Proms machen möchte: Lasst es uns machen, das wird groß.

Du wolltest die Proms unter der Schirmherrschaft von MAMA Concerts weiterentwickeln?

Richtig, Marcel Avram war damals selber mit Michael Jackson so dermaßen beschäftigt, dass er sich gar nicht äußerte. Und meine anderen Kollegen haben gesagt: Mach es!”, weil sie befürchteten, dass sonst ich gehe. Dieses haben sie auch im Nachhinein bestätigt, dass ich sehr bestimmt gewesen bin. Schlussendlich war die Einführung der Proms in Deutschland ein überschaubarer Deal, da das Primärrisiko bei den Belgiern lag. Unter der Prämisse, auch das Konzert in Dortmund zu übernehmen, wurde der Vertrag besiegelt. Es machte keinen Sinn, nur einen regionalen Markt zu bedienen, man muss dann schon bundesweit agieren. Somit habe ich 1995 die Night of the Proms bei MAMA Concerts in vollem Umfang übernommen.

Die Belgier hatten jetzt natürlich die Befürchtung, dass MAMA das komplett an sich reißt. Es hielt sich damals das Gerücht, dass du die Proms für Deutschland zerstören solltest, um ein eigenständige Veranstaltungsreihe mit einem Orchester aus Rumänien zu organisieren.

Nein, das ist so nicht ganz richtig. Jan hatte natürlich seine Bedenken, aber primär war in dem Moment eher das Vertrauen in mich. Das hat mich natürlich sehr geehrt. Ich habe die Proms 1995 in München und in Dortmund durchgeführt, als Arrangeur sozusagen.

Zu einem Konzert habe ich sogar Marcel Avram zum Besuch überredet. Ihm wollte ich das Phänomen näher bringen. Er sagte zu mir anschließend: Mensch, du hast Recht, das ist grandios. Mach's kaputt.” Und genau dieses habe ich eben ignoriert! Denn ich wusste, er war danach schnell wieder zurück in die USA wg. Michael Jackson. Ich habe dann 1996 die Proms mit Megaschritten nach vorwärts bewegen können. Zum Beispiel konnten wir den Nokia-Deal abschließen, die Auszeichnung Goldene Kamera 1997 entgegennehmen und die Kooperation mit dem ZDF verwirklichen.


Hier geht es weiter:
Den zweiten Teil des Interviews mit Dirk Hohmeyer findet Ihr in der Rubrik
Interview Dirk Hohmeyer



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